Umweltdachverband zu Natura 2000: Endlich Licht am Ende des Tunnels!

- Biogeographisches Seminar bestätigte den Handlungsbedarf der Bundesländer in Sachen Natura 2000 für Österreich

Wien (OTS) - Europäische Kommission verlangt u. a. die Nachnominierung der Isel und ihrer Zubringerflüsse
- Abschluss des Prozesses 2016 scheint nun realistisch - Zeitplan muss eingehalten werden

Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen wurde gestern Abend die erste Verhandlungsrunde zwischen den VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Bundesländer, der Interessengruppen und ExpertInnen abgeschlossen und das Ergebnis vorgelegt: "Der Handlungsbedarf in Sachen Nachnominierung von weiteren Natura 2000-Gebieten in allen Österreichischen Bundesländern wurde klar bestätigt und verortet", so Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes und Leiter der NGO-Delegation beim Seminar. "Die Gespräche fanden in einer sehr konstruktiven Atmosphäre statt und waren über weite Strecken hinweg einhellig, wenngleich einige sehr kontroversielle Diskussionen geführt wurden. Wir sind jedenfalls froh, dass Gebiete wie die Isel mitsamt ihren Zubringern, der Piz Val Gronda in Tirol, der Irrsee und die Irrseemoore in Oberösterreich oder auch die Sattnitz sowie Teile der Karawanken in Kärnten seitens der Kommission klar außer Streit gestellt wurden. Auch das Warscheneck in OÖ ist nicht vom Tisch. Es wurde sichtbar und wir erkennen an, dass einige Bundesländer massive Anstrengungen unternommen haben, den Anforderungen der Europäischen Kommission Rechnung zu tragen. Dies wurde offensichtlich auch seitens der Kommissionsvertreter in Form starken Entgegenkommens mehr als deutlich gewürdigt", erklärt Proschek-Hauptmann.

Bundesländer müssen bis Ende 2015 ihre Hausaufgaben machen

Bezüglich des Zeitplans zeigt sich Proschek-Hauptmann zuversichtlich:
"Es ist von enormer Bedeutung, dass der Ausweisungsprozess mit der 2. Nominierungsfrist bis Ende 2015 und der zweiten Verhandlungsrunde 2016 auch tatsächlich final beschlossen werden kann. Ich bin froh, dass die Kommission von ihrem Zeitplan nicht abrückt. Entscheidend wird diese zweite Phase beispielsweise für wichtige Schutzgüter wie die Bergmähwiesen oder den Luchs, die diesmal noch nicht final behandelt werden konnten. Jede Verzögerung wäre mehr als kontraproduktiv, da damit einerseits Rechtsunsicherheit aufrecht bliebe und andererseits die Energien und Ressourcen nun endlich in das ordnungsgemäße Management der Schutzgebiete fließen sollten. Hier sind ohnehin noch große Anstrengungen nötig, wie auch der Leiter der Kommissionsdelegation bestätigte. Dies war der erste Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Wir werden den Prozess auch weiterhin sehr aufmerksam begleiten", so Proschek-Hauptmann abschließend.

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