Grüne Wirtschaft & UNOS: Wirtschaftskammer Wien verweigert die Offenlegung wichtiger Teile des Wahlergebnisses!

Beim Gesamtergebnis der Wiener Wirtschaftskammer-Wahl tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf!

Wien (OTS) - Trotz mehrmaliger Aufforderung weigert sich die Geschäftsstelle der Hauptwahlkommission der Wirtschaftskammer Wien, die Details der Mandats-Zurechnungen für die höheren Ebenen zu veröffentlichen. "Damit ist für uns neben dem Stimmen-Gesamtergebnis auch die Mandatsverteilung im Wiener Wirtschaftsparlament derzeit nicht nachvollziehbar", kritisieren Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, und Markus Ornig, Wiener Landeskoordinator der Liste UNOS - Unternehmerisches Österreich.

Die Zusammensetzung des Wirtschaftsparlaments errechnet sich aus der Gesamtzahl aller von den politischen Fraktionen selbst errungenen sowie ihnen von anderen Listen (z.B. Namens- und Einheitslisten) zugerechneten Fachgruppen-Mandate. Um alles lückenlos nachvollziehen zu können, ist deshalb ein Herkunftsnachweis für jedes einzelne Mandat notwendig. "Ohne die von der Wirtschaftskammer zurückgehaltenen Informationen können wir uns nicht erklären, wie zum Beispiel der ÖVP-Wirtschaftsbund zu insgesamt 717 Fachgruppen-Mandaten gekommen ist, aus denen dann 49 Parlamentsmandate resultieren", meint Ornig.

Mit dem von der Wirtschaftskammer Wien am 3.3.2015 veröffentlichten "Offiziellen Wahlergebnis" (OTS0145, 3. März 2015, 13:13) kann man die angebliche Mandatsverteilung im Wirtschaftsparlament weder mathematisch noch kammerrechtlich erklären, erläutert Plass: "Sollte hingegen die behauptete Mandatsverteilung im Wirtschaftsparlament stimmen, kann das offizielle Stimmen-Gesamtergebnis nicht korrekt sein. Dass es eineinhalb Wochen nach Wahlschluss noch immer so gravierende Ungereimtheiten gibt, ist ein unerträglicher Zustand!"

"Wir UNOS sind vor allem auch angetreten, um für mehr Transparenz in der Wirtschaftskammer zu sorgen", meint Ornig: "Die WählerInnen der Namens- und Einheitslisten haben das Recht zu erfahren, was mit ihren Stimmen geschehen ist und welchen politischen Fraktionen die mit ihren Stimmen errungenen Mandate letztendlich zugerechnet wurden. Und wir UNOS haben das Recht zu erfahren, ob die Mandatsverteilung im Wirtschaftsparlament korrekt berechnet wurde. Wir fordern die Wirtschaftskammer Wien auf, ihre Geheimnistuerei sofort zu beenden und alle Mandats-Zurechnungen offenzulegen. Nur so können die gravierenden Diskrepanzen zwischen Stimmen- und Mandatsergebnis aufgeklärt werden!"

Rückfragen & Kontakt:

Volker Plass (Grüne Wirtschaft): Tel. 0676 / 303 22 60
Marie-Therese Jutz (UNOS): Tel. 0664 / 88 78 24 31

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