HCB: Experten geben grünes Licht für Hausgärten im Görtschitztal

Neues Info-Flugblatt für Görtschitztaler Bevölkerung gibt Antworten auf wichtige Fragen - LH Kaiser: Regionalmanagement Kärnten Mitte wird Neustart koordinieren

Klagenfurt (OTS/LPD) - In der kommenden Regierungssitzung am Dienstag wird das Regionalmanagement Kärnten Mitte, mit Leiter Andreas Duller mit der Koordination und der Erarbeitung eines Zukunftsprogramms "Görtschitztal Masterplan 2015+" beauftragt. Das gibt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, bekannt.
"Im Rahmen der Ausarbeitung aller erforderlichen Maßnahmen sollen die ansässige Bevölkerung, politische Mandatsträger, der Agrarbereich, die regionale Wirtschaft und öffentliche Stellen umfassend eingebunden werden. Nur gemeinsam, und nur durch eine breite Bürgerbeteiligung kann und wird der Neustart für das Görtschitztal gelingen", so Kaiser.

Zudem soll es ein Görtschitztal-Zukunftskollegium aus regionalen Schlüsselakteuren, ansässigen Politikern, renommierten Proponenten mit österreichischer oder internationaler Karriere und Görtschitztal-Herkunft, kompetente Fachexperten und Medienprofis das angestrebte Zukunftsprofil der Norischen Region vermitteln. Völlige Transparenz und entsprechende Kontrollen im Sinne von gläsernen Industriebetrieben seien Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart. Für die Erstellung des Masterplanes und die Finanzierung von gezielten Maßnahmen sollen neben nationalen Mitteln auch EU-Gelder aus allen zur Verfügung stehenden EU-Fonds (ELER, EFRE, ESF) ausgeschöpft werden.

Damit ein Neustart erfolgen und erfolgreich sein kann, braucht es zuvor eine lückenlose Aufklärung sowie umfassende Information. Während Justiz, U-Ausschuss und Funk-Kommission die Verantwortlichkeiten klären werden, setzt die Kärntner Landesregierung weiter auf umfassende Information und die Beantwortung offener Fragen.

"Kann ich im Frühjahr bedenkenlos Obst und Gemüse in meinem Garten anbauen?" lautet nur eine von vielen Fragen, die sich aufgrund der HCB-Belastung die Menschen im Görtschitztal stellen. Antworten liefern Fachexperten aus Umwelt und Medizin in einem aktualisierten Flugblatt der Kärntner Landesregierung. "Wir rechnen damit, dass selbst angebautes Obst und Gemüse nicht auffällig mit HCB belastet sein wird. Obst und Gemüse können im Frühjahr in den Hausgärten also wieder angebaut werden", beantwortet Dr. Michael Kundi von der Meduni Wien die eingangs gestellte Frage.

Auch auf Fragen wie "Ist der Blaukalk aus dem Baumarkt mit HCB verunreinigt?", "Was ist bei der Entsorgung von Lebensmittel mit Schadstoffgehalt zu beachten?", "Sind Honigprodukte, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten genießbar?", "Kann die eigene HCB-Belastung untersucht werden?" liefert das Flugblatt Antworten. Und auch die Frage nach HCB-Grenzwerten, deren unterschiedliche Darstellung immer wieder für Verwirrung sorgt, wird beantwortet.

"Obst und Gemüse aus dem Görtschitztal ist zum größten Teil nicht mit HCB belastet. Einzelne Proben zeigten Spuren von HCB, die jedoch beim Verzehr für den Menschen ungefährlich sind. Obst und Gemüse können daher verzehrt werden. Die Ausnahme bilden Kürbisse und Kürbiskerne, sowie Kräuter und Kräutertees. Diese Produkte sollten aus Vorsorgegründen nicht verzehrt sondern mit dem Hausmüll entsorgt werden", gibt Dr. Gunther Vogl, vom Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt, Auskunft.

Das Informationsblatt wurde im Auftrag der Kärntner Landesregierung erstellt. Es enthält auch Ansprechstellen, wie das Gesundheitsamt, oder Telefonnummern für weitere umweltmedizinische Informationen:
Tel: 050 / 536 - 15121 (Mo - Do von 7:30 - 16:00 Uhr; Fr von 7:30 -13:30 Uhr). Das Flugblatt wird den Gemeinden zur weiteren Verteilung übermittelt und ist auf der Landeshomepage www.ktn.gv.at abrufbar (unter: Sonderthema HCB).

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