[NOWKR] Polizei setzt Akademikerball mit massiver Gewalt und Repression durch

Dennoch: Breiter und vielfältiger Widerstand rund um die Hofburg

Wien (OTS) - Wie nicht anders zu erwarten, hat die Wiener Polizei ihre Eskalationsstrategie auf die Spitze getrieben und den Akademikerball gegen den breiten und vielfältigen Widerstand auf der Straße durchgesetzt. Mit zum Teil massiver Gewaltanwendung, dem Einsatz von Pfefferspray, Schlagstöcken und Hundestaffeln hat die Polizei erneut verdeutlicht, dass für sie der Ball der extremen Rechten mehr wiegt als die Möglichkeit zu antifaschistischem Protest. "Die Polizei hat heute alle gewaltsamen Möglichkeiten genutzt, um den Akademikerball ein weiteres Mal trotz massiver Proteste möglich zu machen. "Ich kann nur ein weiteres Mal festhalten, die Gewalt geht von der Polizei und denen, die sie zu schützen sucht, aus." meint Elisabeth Litwak, Pressesprecherin des NOWKR Bündnisses. Beispielsweise hatte die Polizei eine Kundgebung der FPÖ innerhalb der Sperrzone zugelassen, während jegliche Spontandemonstration gewaltsam auseinandergetrieben wurde.

Nach dem Verbot der NOWKR-Demonstration versuchte die Polizei auch heute noch bis zur letzten Minute, Menschen vom Protest abzuschrecken und einzuschüchtern. Dazu zählte die lancierte Meldung über die Anzeige wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung" (§ 278) bei der Wiener Staatsanwaltschaft ebenso, wie die massiven Bus- und Personenkontrollen kurz vor Beginn des Balls. Ein Bus aus München wurde überhaupt an der Wiener Stadtgrenze unter fadenscheinigen Begründungen zur Umkehr gezwungen. Dennoch meint Litwak weiter: "Wir freuen uns sehr, dass die Einschüchterungsversuche bei Tausenden Menschen dennoch nicht gefruchtet haben. Auch die Wiener Polizei sollte lernen: Antifaschismus lässt sich nicht verbieten."

Die Tatsache, dass der Ball der extremen Rechten dieses Jahr überhaupt stattfinden konnte, ist allein dem Umstand geschuldet, dass die Wiener Polizei diesen um jeden Preis durchsetzen wollte und dabei auch nicht vor Methoden zurückgeschreckt hat, die schwer an einen autoritären Polizeistaat erinnern.

"Die Wiener Polizei hat dennoch nicht verhindern können, dass Tausende Menschen auch außerhalb der genehmigten Kundgebungen durch Blockaden, Spontandemonstrationen und weitere kreative Aktionen effektiv gegen den Ball vorgegangen sind", so Litwak abschließend.

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