ÖH ruft zu JETZT ZEICHEN SETZEN "Kein Salon dem Rechtsextremismus" auf

Scharfe Kritik an einseitiger Kriminalisierung der Proteste

Wien (OTS) - Auch dieses Jahr veranstaltet die FPÖ am 30.1. das rechtsextreme Vernetzungstreffen, den Akademikerball, in der Wiener Hofburg. Wie bereits gestern von der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert, werden die antifaschistischen Proteste auch heuer von der Polizei unterbunden. "Was hier von der Polizei vergessen wird, ist, dass alle Seiten ihren Beitrag zur Deeskalation leisten müssen. In der Vergangenheit wurden allerdings nur einseitig die Gegendemonstrationen kriminalisiert. Es ist eindeutig an der Zeit nach der Verantwortung des Akademikerballs und der FPÖ zu fragen", sagt Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH.

Dass diese Verantwortung der FPÖ bisher kein Thema ist, beweist die starke Verwurzelung von rechtem und rechtsextremem Gedankengut in der österreichischen Gesellschaft. "Die Existenz des Akademikerballs, ehemals WKR-Ball, ist ein schändliches Spiegelbild österreichischer Geschichte. Anstatt Rechenschaft abzulegen, dürfen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Sexismus sich selbst in einem der repräsentativsten Gebäude der Republik feiern. Währendessen wird antifaschistisches Engagement regelmäßig kriminalisiert und Protestierende schikaniert", sagt Spielmann.

Als Teil des Bündnisses "Jetzt Zeichen Setzen" ruft die ÖH zur Kundgebung um 18:30 auf dem Held_innenplatz auf, betont aber gleichzeitig ihre Solidarität mit dem friedlichen Protest auf der Straße. "Auch dieses Jahr ist es unumgänglich gegen den Akademikerball zu demonstrieren. Es benötigt noch viele weitere starke Zeichen, um ein Umdenken in unserer Gesellschaft zu ermöglichen", so Spielmann.

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