NEOS: Anstieg des Pensionsantrittsalters ist Zahlentrickserei

Gerald Loacker: "Das Pensionsantrittsalter bei normaler Alterspension ist um 1,2 Monate gesunken - eine bedenkliche Entwicklung"

Wien (OTS) - Bundesminister Hundstorfer stellte heute die aktuellen Zahlen zum Pensionsantrittsalter vor. "Der Anstieg des Pensionsantrittsalters um 13,2 Monate ist vor allem Zahlentrickserei," kommentiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker. Und weiter: "Die Neuregelung der Invaliditätspension ist für diesen Anstieg verantwortlich. Ohne diese Änderung sieht die Entwicklung nicht so rosig aus. Das Pensionsantrittsalter beim Bezug einer normalen Alterspension ist sogar um 1,2 Monate gesunken", macht Loacker auf die Zahlen des Pensionsmonitoring aufmerksam. Schließlich ist mit 1. Jänner 2014 ein neues Pensionsrecht in Bezug auf die Invaliditätspension in Kraft getreten. Invalidität und Berufsunfähigkeit sind dadurch vollkommen neu geregelt. Die vorhergehende und die neue Regelung sind damit nicht vergleichbar. "Und damit kann vor allem das Pensionsantrittsalter nicht verglichen werden."

"Der tatsächliche Erfolg der neuen Regelung der Invaliditätspension kann noch nicht abgeschätzt werden. Es ist noch nicht absehbar wie gut die angestrebte Arbeitsmarktintegration tatsächlich funktioniert. Möglicherweise erleben wir hier nur eine Kostenumschichtung von Invaliditätspensionzahlungen hin zu Rehabilitationsgeldern, ohne dass ein entsprechender Erfolg eintritt. Aus diesem Grund sind die derzeitigen Entwicklungen des Pensionsantrittsalters mit Vorsicht zu genießen," betont Loacker.

"Aussagekräftiger ist die Entwicklung des Pensionsantrittsalters beim Bezug einer normalen Alterspension. Und hier ist das Antrittsalter im letzten Jahr sogar leicht gesunken - eine höchst bedenkliche Entwicklung. Dazu kommt, dass immer noch zwei Drittel aller Pensionsbezieher_innen über den Weg von Frühpensionierungsmöglichkeiten in Pension gehen. Damit zeigt sich, dass die Regierung keine effektiven Anreize setzen kann, damit Menschen tatsächlich länger in Beschäftigung bleiben", schließt Loacker.

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