JW-Groß: Erbschafts- und Schenkungssteuer bedrohen Unternehmen und Arbeitsplätze

Einführung von Substanzsteuern gefährdet heimische Betriebe - Allein 2013 wären 6.846 Betriebsnachfolger betroffen gewesen. Bis 2023 sind 451.000 Arbeitsplätze bedroht

Wien (OTS/PWK029) - Derzeit diskutieren die Regierungsparteien
über die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, die sie erst 2008 abgeschafft haben. Damit soll ein Teil einer künftigen Steuerreform gegenfinanziert werden. Dieses Vorhaben könnte aber zum gefährlichen Bumerang für die heimische Wirtschaft werden, befürchtet Amelie Groß, zuständig für Nachfolger und Unternehmensübergaben im Bundesvorstand der Jungen Wirtschaft (JW) und selbst Inhaberin eines Familienunternehmens: "Gerade klein- und mittelständische Unternehmen sind durch die überdurchschnittlich hohe Steuer- und Abgabenquote schon jetzt an der Grenze der Belastbarkeit angekommen. Eine weitere Bürde in Form von Erbschafts- und Schenkungssteuern würde ihnen bei der Übergabe an einen Nachfolger das Genick brechen und tausende Arbeitsplätze vernichten."

Bis 2023 rund 45.000 Betriebsübergaben

Die österreichische Wirtschaft ist wesentlich geprägt durch kleine und mittelständische Unternehmen, weshalb die Übergabe an einen Nachfolger eine entscheidende Phase ist. "Viele KMUs befinden sich erfreulicherweise noch im Familienbesitz. Bei der Übergabe an die nächste Generation entscheidet sich, ob ein Betrieb für die nächsten Jahrzehnte bestehen kann und in diesem Zusammenhang Arbeitsplätze erhalten werden. Betriebe genau in dieser Phase mit hohen Zahlungen zu belasten, ist für viele schlicht existenzbedrohend", weiß Groß aus Erfahrung. Im Zeitraum 2014 bis 2023 stehen 45.700 kleine und mittlere Arbeitgeberbetriebe vor der Herausforderung, Nachfolger zu finden. Erfolgreiche Übergaben werden in den nächsten zehn Jahren die Arbeitsplätze von 451.000 Personen (inkl. UnternehmerInnen) bzw. von rund 30 Prozent aller Beschäftigten in KMUs (exkl. EPU) sichern. Familieninterne und familienexterne Übergaben halten sich dabei die Waage. Groß abschließend: "Wenn wir Österreich als attraktiven Wirtschaftsstandort etablieren wollen, muss die Politik ein klares Zeichen für Rechtssicherheit setzen und damit aufhören, ständig neue Steuern zu erfinden". (ES)

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