Hundstorfer: Pensionsantrittsalter 2014 um 13 Monate gestiegen - Pensionsreformen wirken

Sowohl Zahl der Anträge wie auch Zuerkennungen deutlich gesunken - Rückgänge v.a. bei Langzeitversicherten-Regelung u. I-Pensionen

Wien (OTS/BMASK) - "Das Pensionsantrittsalter ist 2014 mit 13 Monaten deutlich gestiegen. Wir haben nun ein durchschnittliches Antrittsalter von 59 Jahren und sieben Monaten. Damit sind wir sehr gut unterwegs und werden den im Regierungsprogramm vorgegebenen Pfad ganz sicher erfüllen", präsentierte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Montag die aktuellen Pensionszahlen für das Jahr 2014. Dieser deutliche Anstieg beim Antrittsalter sei eine direkte Folge der Pensionsreformen der vergangenen Jahre, die nun voll zu wirken beginnen. So sind die Anträge zur Langzeitversicherten-Regelung von 2013 auf 2014 um 42,4 Prozent gesunken. Statt 27.583 Personen im Jahr 2013 haben 2014 nur noch 15.868 Menschen um diese Regelung angesucht. "Ähnlich verhält es sich bei der Invaliditätspension, da sind die Anträge um 15,3 Prozent zurückgegangen", so Hundstorfer. ****

Die Summe der Pensionsanträge ist von 140.169 (2013) auf 118.503 im vergangenen Jahr um 15,5 Prozent zurückgegangen. Die Zuerkennungen sind von 93.658 auf 81.417 gesunken. "Wir sind damit auf einem guten Weg unser Ziel, dass die Menschen länger im Erwerbsprozess bleiben, zu erreichen", sagte der Minister. Zur Erinnerung: im Regierungsprogramm ist vereinbart, dass bis 2018 das durchschnittliche Antrittsalter 60,1 Jahre betragen soll. Besonders erfreulich ist, dass die Anträge zur Invaliditätspension (enthält auch Anträge zum Rehabilitationsgeld) von 61.787 auf 52.326 gesunken sind. "Unsere Maßnahmen - die Gesundheitsstraße oder Fit2Work u.a. -haben hier diesen Rückgang bewirkt. Zudem findet ein Mentalitätswandel statt, da klar ist, dass es auch bei schlechter gesundheitlicher Verfassung aufgrund der intensivierten Reha-Maßnahmen ein Weg zurück zum Erwerbsleben gefunden werden kann", erläuterte Hundstorfer.

Die Zuerkennungen zur I-Pension sind ebenfalls deutlich gesunken - nämlich von 24.116 auf 19.980 - ein Rückgang von immerhin 17,2 Prozent. Bei allen Invaliditätspensionen stieg 2014 das Antrittsalter um 31,2 Monate und beträgt nun 54 Jahre und acht Monate. Aber auch bei den Alterspensionen ist das Antrittsalter um 4,8 Monate gestiegen und liegt nun bei 61 Jahre und zweieinhalb Monate, so der Minister. Einen signifikanten Anstieg der Zuerkennungen gab es hingegen bei der Schwerarbeitspension, da haben sich die Zuerkennungen mit 97,4 Prozent beinahe verdoppelt. In Absolutzahlen sind 2014 2.754 Menschen in die Schwerarbeitspension gegangen anstatt 1.395 im Jahr 2013. "Damit liegen wir deutlich unter den Schätzungen, als die Schwerarbeitspension 2004 beschlossen wurde. Damals ging man davon aus, dass rund 5.000 Menschen pro Jahr diese Regelung in Anspruch nehmen. Davon sind wir weit entfernt. Die Schwerarbeitspension wird daher keine "neue Hacklerregelung" werden. In diese Pensionsart können nur Menschen, die in den letzten 20 Jahren 10 Jahre tatsächlich Schwerarbeit verrichtet haben", unterstrich Hundstorfer.

Die Korridorpension verzeichnet ebenfalls einen leichten Zuwachs in der Höhe von 7,6 Prozent. Diese Pensionsform nützten 2014 6.321 Menschen; 2013 waren es 5.877. Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen bei der Frühpension aufgrund von langer Versicherungsdauer -2013 waren es noch 5.401 Menschen, die diese Möglichkeit in Anspruch nahmen, 2014 waren es um 23,1 Prozent weniger, nämlich 4.154.

"Wir sind auf einem guten Weg. Wir werden auch in Zukunft nicht locker lassen, damit die Menschen länger und gesund im Erwerbsprozess bleiben können", schloss Hundstorfer. (Schluss)

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