Neues Volksblatt: "Kein Platz" von CR Christian HAUBNER

Ausgabe vom 10. Jänner 2015

Linz (OTS) - Umfassender Schutz vor terroristischen Anschlägen, die von kleinen Gruppen Radikalisierter verübt werden, ist kaum möglich. Denn es lässt sich so gut wie nicht vorhersagen, welche Ziele ins Visier solcher Terroristen kommen. Und wie das schreckliche Massaker in der Redaktion des französischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo" gezeigt hat, kann mitunter auch Polizeischutz eine Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes nicht verhindern.
Schutzmaßnahmen müssen vielmehr früher ansetzen. Ganz am Beginn steht das (An)Erkennen, dass ein Problem besteht. Ohne zu verallgemeinern muss man zur Kenntnis nehmen, dass es in so gut wie allen westlichen Ländern gewaltbereite Islamisten gibt, die nicht die Spur an westlichen Werten interessiert sind, ebenso wenig wie an einem gedeihlichen Miteinander. Dagegen gilt es, im Sinne unser aller Freiheit vorzugehen - und zwar sowohl mit polizeilichen Maßnahmen, auch wenn das viele nicht hören wollen, wie auch mit entsprechenden Bildungsmaßnahmen etwa im muslimischen Religionsunterricht. Hasspredigten und das Schüren von Feindbildern dürfen auch in der muslimischen Gemeinschaft keinesfalls geduldet sein. Die westlichen Gesellschaften sind vergleichsweise offen für alle, egal welcher Herkunft und Religion sie sind. Das ist nicht zuletzt Folge eines aufklärerischen Geistes. Und den gilt es zu stärken, sodass für religiösen Fanatismus und Dschihadismus kein Platz bleibt.

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