"ZiB spezial - Gedenkstunde für Frankreich" am Sonntag live in ORF 2

Zudem ausführliche aktuelle TV-Berichterstattung und zahlreiche weitere Sendungen und Programmänderungen zur Eskalation der Gewalt in Frankreich

Wien (OTS) - Am Sonntag (11. Jänner) findet um 16.00 Uhr auf dem Wiener Ballhausplatz eine Gedenkstunde zu den Attentaten in Frankreich statt. Dabei werden Künstler, Vertreter aller großen Glaubensgemeinschaften und der Politik Texte zum Thema Frieden und Toleranz vortragen. Der ORF überträgt diese Gedenkstunde im Rahmen einer Sonder-"ZiB", moderiert von Nadja Bernhard, live von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr in ORF 2. Es kommentiert Wolfgang Geier.

Neben ausführlicher aktueller Berichterstattung des Aktuellen Dienstes - u. a. mit einer weiteren Sonder-"ZiB" heute (9. Jänner) um 20.15 Uhr in ORF 2 - beschäftigen sich mit den aktuellen Entwicklungen infolge der Attentate und mit den Folgen dieser Terroranschläge auf das gesellschaftliche Miteinander in Europa u. a. in den nächsten Tagen die ORF-Magazine "Orientierung", "IM ZENTRUM", "Thema", "Kulturmontag", "kreuz und quer" sowie "Weltjournal" und "WELTjournal +".

Hier ein zusammenfassender Überblick:

"Orientierung": "Anschlag in Paris": Stimmen gegen "Terror im Namen des Islam" - Sonntag, 11. Jänner, 12.30 Uhr, ORF 2

Nach dem blutigen Attentat in Paris - dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo", von Medien als "europäischer 11. September" bezeichnet - wird einerseits über die Motive der mutmaßlichen Täter, andererseits aber auch über die Folgen für das gesellschaftliche Miteinander in Europa diskutiert. Tenor dabei: Eine Gesellschaft der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Toleranz müsse sich dem Terror mutig entgegenstellen. Und sie dürfe sich nicht provozieren lassen. Denn genau das sei wohl das Ziel der Attentäter:
mit Gewalt antiislamische Stimmung zu befördern, islamfeindlichen Kräften im Westen Auftrieb zu verschaffen und damit den Boden für die Rekrutierung neuer islamistischer Fanatiker zu bereiten. Ein "Orientierung"-Team hat sich vor allem unter Musliminnen und Muslimen in Österreich umgehört. Eine Stimme unter vielen: "Dieser Anschlag war auch ein Attentat auf den Islam." Ein Bericht von Marcus Marschalek, Sandra Szabo und Klaus Ther. Im "Orientierung"-Studiogespräch über die Folgen des Attentats von Paris für das gesellschaftliche Miteinander: der Politologe Farid Hafez, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Salzburg und Herausgeber des "Jahrbuchs für Islamophobieforschung".

"IM ZENTRUM": "Europa in Angst - Das Ende der Toleranz?" - Sonntag, 11. Jänner, 22.00 Uhr, ORF 2

Nach den blutigen Anschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris steigt die Terrorangst in Europa. Gleichzeitig wird das gesellschaftliche Miteinander auf eine harte Probe gestellt. Ist es das Ziel der Attentäter, mit Gewalt die antiislamische Stimmung zu befördern, und haben sie damit Erfolg? Prägt eine Handvoll Terroristen das Bild des Islam in Europa? Wie geht eine aufgeklärte Gesellschaft damit um? Darüber diskutieren bei Ingrid Thurnher Seyran Ates (Anwältin, Menschenrechtsaktivistin), Walter Gehr (Experte für Anti-Terrorrecht), Michael Ley (Publizist und Autor), Farid Hafez (Politologe, Univ. Salzburg) und Cornelius Obonya (Schauspieler).

"Thema: Attentat in Paris - Im Schatten des Terrors" - Montag, 12. Jänner, 21.10 Uhr, ORF 2

Nach den Attentaten in Paris gehen die Menschen in vielen Städten Europas auf die Straße, um für Meinungs- und Pressefreiheit zu demonstrieren. In Österreich werden Medien nun verstärkt bewacht. Ein Journalist, der undercover recherchiert, wird bedroht: "Drei Männer sind plötzlich vor mir gestanden und haben mir klar gemacht, dass ich mich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen soll". Er steht unter Polizeischutz. Für Karikaturist Gerhard Haderer ist es wichtig, sich klug und überlegt zu äußern: "Wir dürfen nicht verschüchtert oder ängstlich reagieren. Ich mache mir aber auch Gedanken über Muslime, die in unserer Gesellschaft leben". Wie groß ist die Terrorgefahr in Österreich? Hat die Polizei die radikale Szene unter Kontrolle?

"Kulturmontag" - "AUSGELACHT!? Karikaturen und Pressefreiheit" -Montag, 12. Jänner, 22.30 Uhr, ORF 2

Im "Kulturmontag" mit Clarissa Stadler sprechen u. a. namhafte Künstler und Intellektuelle über den unfassbaren Terror von Paris. Denn das Massaker von Paris hat weltweit Betroffenheit ausgelöst -seine gesellschaftspolitischen Auswirkungen allerdings sind noch völlig unabsehbar. Einigkeit herrscht darüber, dass das Attentat ein Anschlag auf Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung war. Doch darf Kunst - zumal Satire - tatsächlich schrankenlos provozieren oder hat sie Rücksicht auf religiöse Gefühle zu nehmen? Wie kann ein angemessenes Reagieren auf den Terror aussehen? Hartes Durchgreifen oder die Suche nach Dialog? Haben Künstler/innen, Intellektuelle und Politiker/innen zu lange geschwiegen? Und droht tatsächlich eine Islamisierung des Abendlandes, wie es einerseits Gruppierungen wie Pegida, andererseits der Schriftsteller Michel Houellebecq -künstlerisch überhöht - in seinem neuen Roman prophezeien? Der "Kulturmontag" befragt dazu u. a. den Autor Michael Köhlmeier, den Publizisten Henryk M. Broder, den Kabarettisten Florian Scheuba, den Karikaturisten Gerhard Haderer und die Philosophin Abuzahra Amani. Im Anschluss zeigt der "Kulturmontag" die brisante Doku "AUSGELACHT!? Karikaturen und Pressefreiheit".

"kreuz und quer: Der europäische Gotteskämpfer" - Dienstag, 13. Jänner, 22.35 Uhr, ORF 2

"Big A", ein dänischer Drogendealer und säkularer Muslim, schwört der Kriminalität ab - und meint, die Religion für sich entdeckt zu haben. Er will Allah dienen und zieht in den Dschihad nach Syrien. Der Film des Journalisten Nagieb Kahja folgt "Big A" bis an die Front und gewährt einen seltenen Einblick in die sonst abgeschottete Welt europäischer Gotteskämpfer in Syrien. Um 23.05 Uhr folgt die Dokumentation "Können Haare Sünde sein?" über religiöse Kopfbedeckungen.

"Weltjournal: Islam extrem weltweit" - 14. Jänner, 22.30 Uhr, ORF 2

Der mörderische Feldzug gegen Ungläubige hält die Welt immer wieder in Atem, zuletzt beim Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris. Europas Sicherheit ist in Gefahr, man befürchtet weitere Anschläge radikalisierter Kämpfer und die Folgen dieses Kampfes bekommt die ganze Welt zu spüren. Während "Islamischer Staat" die politische und gesellschaftliche Ordnung in Nahost auf den Kopf stellt, etablieren sich weltweit neue Terror-Netzwerke: von Nigeria über Nordafrika, Pakistan bis Indonesien - dort sind die Erben von Al-Kaida auf dem Vormarsch und finden immer neue Verbündete und Einflusszonen. Das "Weltjournal" zeigt die brisanten Verbindungen der Terror-Netzwerke auf und Experten erklären, warum uns der Terror im Namen des Islam noch lange beschäftigen wird: Fakten, Hintergründe und Analysen zu einer globalen Bedrohung.

"WELTjournal +": "Drohnenkrieg - Der leise Hightech-Tod" - 14. Jänner, 23.05 Uhr, ORF 2

Beim zweiten Irakkrieg im Jahr 2003 kamen sie zum ersten Mal testweise zum Einsatz: unbemannte Flugkörper, die landläufig als Drohnen bezeichnet werden. Mit ihrer Hilfe sollen Terroristen aufgespürt und vernichtet werden. Doch was die Militärs gerne verschweigen: Sie treffen nicht selten Unschuldige, darunter unzählige Frauen und Kinder. Alleine bei Einsätzen in Pakistan sollen auf diese Weise innerhalb weniger Jahre mehr als 3.000 Menschen aus der Luft getötet worden sein. Die Insider-Reportage erklärt, wie ein Soldat in einem Bunker in den USA praktisch an jedem Ort der Welt einen Luftangriff per Drohne starten kann. Das "WELTjournal +" deckt außerdem auf, dass bereits in zehn Jahren kriegerische Auseinandersetzungen vollständig von Robotern und anderen Hightech-Geräten ausgefochten werden können. Sie sollen dann sogar in der Lage sein, sich ihre Ziele selbst auszusuchen.

Detailinfos zu allen Programmpunkten sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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