Glawischnig: Setzen wir Zeichen der Einigkeit zu Terrorakt gegen "Charlie Hebdo"

Grüne laden andere Klubs ein, bei nächster NR-Sitzung nach Schweigeminute Schild mit "Je suis Charlie" hochzuhalten

Wien (OTS) - Die Klubobfrau der Grünen, Eva Glawischnig, schlägt in einem Brief an Parlamentspräsidentin Doris Bures und die Klubobleute der anderen Parteien vor, bei der nächsten Nationalratssitzung ein Zeichen der Einigkeit zu setzen und im Anschluss an die Schweigeminute ein Schild mit der Aufschrift "Je suis Charlie" hochzuhalten.

Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Klubobleute!

Der barbarische Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris ist nicht nur ein grausamer Akt des Terrors, sondern auch ein Angriff auf einen der Grundpfeiler der Demokratie, nämlich auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Ich begrüße daher namens der Grünen Fraktion ausdrücklich, dass am Beginn der Sondersitzung am kommenden Mittwoch eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags geplant ist.

Die Absicht der Täter ist es offenbar, die Gesellschaft zu spalten. Wir sollten uns aber nicht durch Hass und Terror auseinander dividieren lassen. Es darf nicht entscheidend sein, an welchen Gott jemand glaubt oder nicht glaubt, wie jemand heißt und woher seine Eltern oder Großeltern kommen.

Ich schlage daher vor, alle Mitglieder des Nationalrates dazu einzuladen, bei der Sondersitzung nach der Schweigeminute als besonderes Zeichen ein Schild mit dem Spruch "Je suis Charlie" hochzuhalten und damit wie unzählige Menschen in Frankreich und anderswo Solidarität mit den Ermordeten zu bekunden.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Glawischnig

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