NEOS: Schüler in den Niederlanden profitieren von den Freiheiten, die den Schulen gewährt werden

Strolz: "Die Talente im Mittelpunkt: Bildung wird in den Niederlanden nicht vererbt."

Wien (OTS) - Diese Woche hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu einer Fact-Finding-Mission in Sachen Bildung in die Niederlande geladen. Zusammen mit den Bildungssprecherinnen und Bildungssprechern der anderen Parteien hat NEOS-Chef Matthias Strolz daran teilgenommen und ist zu folgenden Erkenntnissen gekommen: "Wir begrüßen diese Initiative der Bildungsministerin und bedanken uns. Die Niederlande haben unsere Pläne für ein erneuertes Bildungssystem in Österreich weitgehend bestätigt. Schulautonomie führt zu guten Lernergebnissen, denn sie stärkt die engagierten, gestalterischen und konstruktiven Kräfte im Schulsystem. Sie nützt den Wettbewerb der guten Ideen für vielfältige, selbstbewusste Schulen."

NEOS plädiert für ein Schulsystem, das sich nach den Potenzialen, Bedürfnissen und Talenten der Schülerinnen und Schüler ausrichtet. Die Vorgabe eines Handlungsrahmens, in dem sich die Vorstellungen und Pläne von Schulleitungen und Schulen individuell entfalten können, muss Priorität haben. "Unser Ziel ist - wie in den Niederlanden - die mündige Schule. Das schaffen wir mit größtmöglicher Schulautonomie", so Strolz. "Die Politik gibt die Qualitätsziele vor, welche die Schulen erreichen müssen. Wir gewähren den Schulen dabei aber volle pädagogische, finanzielle und personelle Autonomie. So wächst die Bildungswende von unten, von den Schulen ausgehend. Den Schülern und ihren Eltern gewährleisten wir damit eine freie Schulwahl ohne Schulgeld. Die Finanzierung soll grundsätzlich über einen Fixbetrag pro Schüler an die Schule erfolgen. Zusätzlich soll es eine kriterienbezogene Finanzierungskomponente für jeden Schulstandort geben: Die Schule soll entlang der Bildungshintergründe der Eltern ein Budget zur Bildungsaufstiegsförderung erhalten und somit für eine gute soziale Durchmischung sorgen. Zudem fließt in unserem Modell eine Regionalförderung für Schulen in ländlichen Regionen mit ein."

Nun seien konkrete nächste Schritte in Richtung umfassende Schulautonomie wichtig, appelliert Strolz an die Bildungsministerin:
"Alle Parlamentsparteien sollen unter Federführung des Bildungsministeriums bis Jahresende eine 'Nationale Umsetzungsstrategie zur Schulautonomie' erarbeiten. Parallel dazu sollten wir öffentliche Pionierschulen einrichten, um Erfahrungen mit umfassender pädagogischer, finanzieller und personeller Autonomie zu sammeln. Das kann natürlich nur unter Einbindung externer Experten, der Eltern- und Schüler_innenvertretung, Lehrer_innengewerkschaft, Bundesländer und Sozialpartner geschehen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Bildungsdebatte zu entpolitisieren. Die optimalen Bildungsmöglichkeiten für unsere Kinder müssen im Vordergrund stehen", so Strolz abschließend. Sein Resümee: "Besonders auffallend war für mich, dass die bildungspolitische Debatte in den Niederlande keine Schwere hat. Sie hat große Ernsthaftigkeit und sie zeigt viel Engagement. Aber sie ist nicht so verkrampft und ideologisiert wie in Österreich. Es ist ein stetes, stärker evidenzbasiertes Ringen um Verbesserung. Mein Wunsch für Österreich ist, dass wir auch an diesem Punkt ankommen."

Link zur Presseunterlage:
http://neos.eu/factfindNL

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