Haiti: 5 Jahre nach der Erdbeben-Katastrophe

Caritas Präsident Michael Landau: "Trotz vieler aktueller Krisen darf Haiti nicht vergessen werden. Mit der Hilfe aus Österreich erhalten Kinder eine Zukunftsperspektive!"

Wien (OTS) - Druckfähige Fotos zum Download: http://bit.ly/14thKdx

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala erschüttert. Bei dem Erdbeben starben mehr als 200.000 Menschen, 246.000 Häuser wurden zerstört und 2,1 Millionen Menschen obdachlos. Wenige Monate nach dem Erdbeben wurde Haiti von einer zweiten Katastrophe heimgesucht: Im Oktober 2010 kam es zum Ausbruch einer Cholera-Epidemie, die bis heute anhält.

Nothilfe und Wiederaufbau
In den ersten Wochen und Monaten nach dem Erdbeben leistete die Caritas Nothilfe für zehntausende Haitianer und Haitianerinnen. "Bereits wenige Tage nach der Katastrophe sind die Soforthilfepakete der Caritas eingetroffen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort wurden 5.000 Zelte verteilt sowie medizinische Hilfe, Lebensmittel, sauberes Wasser, Küchen- und Hygienesets zur Verfügung gestellt", erläutert Auslandshilfe-Generalsekretär Christoph Schweifer.
Im Anschluss an die Nothilfephase konzentrierte sich die Hilfe der Caritas auf den Wiederaufbau und die Stabilisierung der Lebensgrundlagen. Mit den Spenden aus Österreich wurden für 428 Familien neue Häuser gebaut, 400 Familien wurden bei der Reparatur ihrer beschädigten Häuser unterstützt. Gemeinsam mit den Salesianer Schwestern Don Boscos baute die Caritas ein zerstörtes Waisenhaus am Stadtrand von Port-au-Prince als Kinderdorf wieder auf. Das neue Gebäude gibt 150 Mädchen und deren BetreuerInnen ein Dach über dem Kopf. In Cité Soleil, einem der ärmsten Stadtteile von Port-au-Prince, hat die Caritas eine Schule für 1.200 Kinder wiederaufgebaut.

Langsame Fortschritte
Port-au-Prince erholt sich nur langsam vom Erdbeben: Insgesamt wurden zehn Millionen Kubikmeter Schutt von vielen tausend fleißigen Arbeitern weggeräumt. Auch die unzähligen Zeltlager auf öffentlichen Plätzen, in denen die Menschen nach dem Erdbeben Zuflucht gesucht haben, sind inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden. Die Wiederaufbauarbeiten gehen allerdings nur schleppend voran und zahlreiche Menschen leben weiterhin in provisorischen Notunterkünften. Zudem kämpft der ärmste Staat Lateinamerikas mit Arbeitslosigkeit und einer hohen Analphabetenrate. Christoph Schweifer: "Wenn eines der ohnehin ärmsten Länder der Welt wie Haiti von einer solchen Naturkatastrophe heimgesucht wird, dann ist das Ausmaß des Leids für die Menschen einfach unvorstellbar. Deswegen braucht es auch fünf Jahre nach dem Erdbeben immer noch unsere Unterstützung!"

So hilft die Caritas heute
"Fünf Jahre nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti geht es heute darum, die Zukunft des krisengeschüttelten Landes positiv mitzugestalten. Dafür müssen Kinder Zugang zu Schule und Bildung erhalten", so Caritas Präsident Michael Landau. "Im Gemeindegebiet von Gressier, westlich von Port-au-Prince, erhalten über 5.000 GrundschülerInnen in 39 Schulen eine Ausbildung. Hier erhalten sie das notwendige Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben und die Chance auf eine bessere Zukunft." Die Caritas verteilt Schulmaterialien und schult LehrerInnen und DirektorInnen, um ihre pädagogischen und fachlichen Kompetenzen zu verbessern. 2015 startet die Caritas eine Alphabetisierungskampagne, um auch den Eltern der Schulkinder das Lesen und Schreiben zu ermöglichen.

Landau: "Nur dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten können wir den Haitianerinnen und Haitianern auch weiterhin beistehen. Die Spenden der Österreicherinnen und Österreicher geben den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft."

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