[NOWKR] Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir bleiben dabei: Am 30. Jänner auf die Straßen! - Befördern wir den Akademikerball auf den Müllhaufen der Geschichte!

Wien (OTS) - Schon einen Monat vor den Protesten gegen den 3. Wiener Akademikerball beginnen die Kriminalisierungsversuche gegen uns und andere antifaschistische Gruppen erneut. "Wir werden uns nicht davon abbringen lassen, unseren legitimen Protest gegen Antisemitismus, Sexismus und Rassismus am 30. Jänner 2015 und darüber hinaus auf die Straße zu tragen", bekräftigt Elisabeth Litwak, Pressesprecherin des NOWKR-Bündnisses.

Durch Demonstrationen, Blockaden und Militanz konnte der Ball in den vergangenen Jahren bereits massiv geschwächt und eine breite gesellschaftliche Debatte über Burschenschaften angestoßen werden. Die Umbenennug des WKR-Balls in Akademikerball und nicht zuletzt das Einspringen der FPÖ als Veranstalterin für die deutschnationalen Burschenschaften, kann als Erfolg der antifaschistischen Proteste gewertet werden. Gleichzeitig zeigt die Tatsache, dass der Ball weiterhin stattfindet, wie gesellschaftsfähig Burschenschafter und ihre ideologischen Versatzstücke wie Antisemitismus, Sexismus, Männerbündelei, Homophobie und Rassismus in Österreich sind. Darin zeigt sich auch die Notwendigkeit konsequenten antifaschistischen Protests. "Wir wollen in diesem Jahr auf den bisherigen Erfolgen aufbauen und ein weiteres mal unterstreichen, dass es für uns nicht nur um einen Ball in der Hofburg geht, sondern vielmehr um eine Gesellschaft, die all das überhaupt erst ermöglicht.", macht Litwak ein weiteres Mal klar.

Schon im vergangen Jahr wurden die Proteste in einem Versuch, sie zu deligitimieren und zu schwächen, mit Repression überzogen. Die sechsmonatige Inhaftierung unseres Genossen Josef ohne einen einzigen Beweis, sowie die brutale Festnahme und Verurteilung von Hüseyin sowie Ermittlungen gegen über 500 Personen seien hier beispielhaft genannt. Auch im Vorfeld zeigte sich bereits die repressive Polizeistrategie - eine weitreichende Sperrzone sowie ein erweitertes Vermummungsverbot wurden beschlossen, die Kundgebung des zivilgesellschaften Bündnisses "Jetzt Zeichen setzen" am Heldenplatz wurde untersagt. Doch all diese Abschreckungsmaßnahmen konnten starke antifaschistische Proteste mit internationaler Beteiligung nicht verhindern: Bis zu 8.000 Antifaschist_innen waren im letzten Jahr auf den Straßen.

Auch Medien bis hinein ins liberale Spektrum beantworteten den Erfolg der antifaschistischen Proteste gegen den Akademikerball mit Diffamierungsversuchen, die der folgenden Kriminalisierung Vorschub geleistet hatten. Dem rechtextremen Treffen als eigentlichem Grund der Proteste wurde medial kaum Beachtung geschenkt, vielmehr ein Schlagabtausch zwischen Polizei und Antifaschist_innen inszeniert. Litwak macht noch einmal klar: "Wir wollen die Proteste nutzen, um eine Debatte über die Gewalt, die tagtäglich ohne großen Aufschrei geschieht, anzustoßen. Damit meinen wir die unzähligen Abschiebungen, Zwangsräumungen und Übergriffe von Polizeibeamt_innen, um nur einige Beispiele zu nennen."

"Wir werden uns auch in Zukunft rechten Aufmärschen, Vernetzungstreffen und anderen Events entschlossen entgegen stellen. Davon werden uns weder Deligitimierungs- noch Kriminalisierungsversuche abhalten", schließt Litwak mit einem Aufruf, sich am 30. Jänner an den Protesten zu beteiligen.

NOWKR-Demonstration & Blockaden: "Für ein Ende der Gewalt"
Freitag, 30. Jänner 2015, 17:00 Karlsplatz

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Pressesprecherin: Elisabeth Litwak
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