[NOWKR] Für ein Ende der Gewalt - Proteste und Blockaden gegen den Akademikerball angekündigt

Entschlossene Demonstration gegen den WKR-Kommers als Auftakt

Wien (OTS) - Vergangenen Freitag demonstrierten knapp 300 Antifaschist_innen entschlossen gegen den Kommers des Wiener Korporations Rings (WKR) im Rathaus und bescherten den Burschenschaftern eine unbequeme Anreise. "Der Protest gegen den Festkommers war nur der Auftakt", so Elisabeth Litwak, Pressesprecherin des NOWKR-Bündnisses. "Wir werden uns vor Rassismus und Sexismus triefenden Männerbünden, wo auch immer sie sich treffen, entschlossen entgegenstellen. Die Proteste jeden Mittwoch auf der Unirampe werden weitergehen und auch für den Abend des Akademikerballs 2015 kündigen wir bereits jetzt eine kämpferische Demonstration sowie Blockaden an." Die Proteste stehen unter dem Titel "Für ein Ende der Gewalt - Den Wiener Akademikerball unmöglich machen".

Die Demonstration gegen den Kommers startete um 18 Uhr mit Parolen und kämpferischer Stimmung in der Fuhrmanngasse. Am Schlusskundgebungsort angelangt, bildete sich eine Spontankundgebung direkt am Eingang zum Rathauskeller. Die Kundgebungsteilnehmer_innen zeigten lautstark ihren Unmut, was die anreisenden Burschenschafter durchwegs dazu bewegte, möglichst rasch und in zivil in den Rathauskeller zu huschen. Der WKR-Kommers selbst stellt eine Festveranstaltung dar, auf der extrem rechte Propaganda auf der Tagesordnung steht. Das diesjährige Rahmenprogramm bildete eine "Festakademie" zum Thema "100 Jahre erster Weltkrieg", zu der die Burschenschaft Teutonia eingeladen hatte. Danach trafen sich die Burschenschafter im Rathauskeller zum Kommers - konfrontiert von lautstarken antifaschistischen Protesten. "Wir kritisieren die Doppelbödigkeit der Wiener Stadtregierung, die sich zuerst in einer Resolution gegen den alljährlich stattfindenden Akademikerball ausgesprochen hatte, dann aber die eigenen Räumlichkeiten für den Kommers zur Verfügung stellte", erklärt Litwak.

Die 20 Korporationen des WKR bewegen sich politisch in einem Spektrum von national-freiheitlich, deutschnational bis offen rechtsextrem und neonazistisch. Rassismus, Sexismus und Antisemitismus sind ihnen elementar. "Wir werden Burschenschaftern auch in Zukunft keinen ruhigen Abend, keinen ungestörten Aufmarsch und keinen Meter Straße lassen", so Litwak abschließend.

Veranstaltungen:

> Kundgebung gegen Burschenschafter-Aufmarsch:
Jeden Mittwoch, 11:00, Rampe der Universität Wien

> Der Mythos des Radikalen - Zu Denken und Wirkung Sorels (autonome antifa [w])

11. Dezember, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

> Offensiv, autonom, militant - Wie die Antifa entstand (autonome antifa [w])

15. Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

> Recht, Gewalt und Krise - Zur Kritik der Politik (autonome antifa [w])

22. Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

> Blockade oder Barrikade - Über Sinn und Unsinn linker Militanz (autonome antifa [w])

29.Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

>Demonstration: Für ein Ende der Gewalt

30. Jänner, 17:00 Karlsplatz

Weitere Informationen über das NOWKR-Bündnis sowie die anstehenden Veranstaltungen finden Sie unter www.nowkr.at.

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecherin NOWKR: Elisabeth Litwak
Handy: 0660 618 82 98
Email: nowkr.at@riseup.net

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