Vermögenssteuern bedrohen unsere Wirtschaft und unser Land

Eine moderne Steuerpolitik verlangt: "Erträge nutzen und Substanz erhalten"

Wien (OTS) - (29. November 2014) "Mit dem heutigen SPÖ-Bundesparteitag sprachen sich die Delegierten in ihrem ersten Leitantrag für Verteilungsgerechtigkeit und die notwendige Senkung der Lohnsteuer aus. Gegenfinanziert soll dies durch vermögensbezogene Steuern auf Millionenvermögen, -erbschaften und -schenkungen werden. Dass allerdings Reichen- und/oder Vermögenssteuern wie Erbschafts-und Schenkungssteuern nicht gerecht sind und die Rezession und Wirtschaftskrise noch verschärfen würden, bleibt unbedacht. Menschen erwarten zurecht eine Ausgaben- und Steuerentlastung von politischen Verantwortungsträgern. Allerdings auf einer fundierten und wirtschaftsverträglichen Basis nach dem Grundsatz "Erträge nutzen und Substanz erhalten". Derzeit wird leider die Debatte lediglich polemisch geführt, ohne dabei über die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen nachzudenken. Wenn die Menschen durch Vermögensbesteuerung dazu gezwungen werden, Grund und Boden zu verkaufen, nimmt langfristig unser Wirtschaftsstandort Schaden. Mit dem Verlust der Bewirtschaftungsgrundlagen geht die Produktion zurück. Menschen verlieren Arbeitsplätze", kritisiert DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, dass der Bevölkerung suggeriert wird, Vermögenssteuern seien "DIE" Lösung für eine Steuer- und Abgabenentlastung.

"Die Notwendigkeit einer Ausgaben- und Steuerentlastung ist unbestritten. Allerdings wie auch heute wieder die Industriellenvereinigung darlegte "Vermögenssteuern kosten Arbeitsplätze, Österreich braucht eine echte Entlastung". Diese Entlastung beginnt auf der Ausgabenseite. Wesentlich dabei ist eine langfristige Planung mit konkreten Finanzierungsschritten. Bevor neue Steuern ins Auge gefasst werden, sollte sich der Staat auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Verantwortungsträger müssen nachdenken, wie die Kosten reduziert werden können. Der nächste Schritt ist, fokussiert die Staatsaufgaben neu zu überprüfen und zu durchforsten. Eine Straffung der staatlichen Verwaltung inklusive Auslagerungen an Private wären weitere konkrete Schritte", äußert sich Präsident MONTECUCCOLI zur Steuerdebatte.

Grund und Boden sind lebensnotwendige Betriebsmittel
Die durch Vermögenssteuern entstehende Steuerlast greift langfristig die wirtschaftlich gesunde Substanz der heimischen Betriebe und Unternehmen an.
"Dies wäre mit einem Ausverkauf der heimischen Wirtschaft gleichzusetzen. Grund und Boden ist kein Volksvermögen, das beliebig verteilt werden kann. Grund und Boden muss ordentlich bewirtschaftet werden. Am Beispiel der Waldbewirtschaftung können deutlich die wirtschaftlichen Folgen von Vermögenssteuern aufgezeigt werden: Mit Vermögenssteuern würde die Waldbewirtschaftung reduziert und die nachwachsende Ressource Holz der Industrie entzogen werden. Auswirkungen hätte das auf die gesamte Wertschöpfungskette Holz und insbesondere auf den strukturschwachen ländlichen Raum: Investitionen bleiben aus. Arbeitsplätze gehen verloren. Die Fixkostenbelastung der Betriebe steigt und die Produktivität sinkt auf ein kritisches Niveau. Bei einem Produktionswert von 12 Mrd. Euro, den die Forst-und Holzwirtschaft als zweitgrößter Devisenbringer nach dem Tourismus erwirtschaftet, steht viel auf dem Spiel. Nicht zuletzt rund 300.000 Arbeitsplätze, die für lebensnotwendiges Einkommen sorgen", so der Verbandspräsident abschließend.

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