Anzeige gegen Jagdgatter Josef Pröll wegen Hochwassergefährdung

Video zeigt: durch hohe Wilddichte im Gatter wurde Waldboden zerstört und kann kein Wasser mehr speichern - 50 Mill l/Stunde fließen ins Tal, Auffangbecken wird nötig

Wien (OTS) - Wegen Tierquälerei und Waldverwüstung wurde der nö Landesjägermeister Josef Pröll zusammen mit Alfons Mensdorff-Pouilly aufgrund deren Massenabschüsse von Wildschweinen in einem Jagdgatter in Kaumberg in NÖ schon angezeigt. Ein Jagdkollege hat sogar innerhalb der Landesjägerschaft ein Disziplinarverfahren gegen Josef Pröll eingeleitet. Doch dieser steckt den Kopf in den Sand und reagiert nicht. Nun schritt der Ökojagdverband zur nächsten Anzeige, diesmal aufgrund von § 180 Strafgesetzbuch "Vorsätzlicher Beeinträchtigung der Umwelt", siehe http://tinyurl.com/ol34d4l mit dem genauen Wortlaut.

Für die Jagd werden im Gatter sehr hohe Wilddichten herangezüchtet und dadurch der Waldboden komplett zerstört. Da der Humus vollständig fehlt, fließt bei Regen das gesamte Wasser ins Tal ab, anstatt im Boden zu versickern. Bei 250 ha Größe sind das 50 Millionen Liter pro Stunde, die zum Hochwasser im Tal direkt beitragen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen muss nun mit Steuergeldern ein eigenes Hochwasserauffangbecken unterhalb des Gatters gebaut werden. Bei Anfrage an die Landesregierung mit Landeshauptmann Erwin Pröll, dem Onkel des betroffenen Landesjägermeisters Josef Pröll, wurde mitgeteilt, dass das Gatter aber deshalb nicht beanstandet werde. Deshalb die Anzeige.

Ein neues Video dokumentiert die Situation im Gatter bei Regen - ein einziger Bach! - und im Vergleich dazu den umliegenden Wald zur selben Zeit ohne erkennbarem Oberflächenwasser:
http://youtu.be/RmZZeV5Zclk

VGT-Obmann Martin Balluch ist erbost: "Josef Pröll glaubt offensichtlich, dass er sich mit der Rückendeckung seines Onkels als Landeshauptmann alles erlauben kann! Doch ist nicht nur die Mehrheit der Menschen über sein Verhalten entsetzt, es ist auch in vieler Hinsicht rechtswidrig. Wie kommen die SteuerzahlerInnen dazu, mit Millionen Euro ein Auffangbecken zu finanzieren, nur damit Josef Pröll seine Jagdleidenschaft auf massenhaft gezüchtete Wildschweine befriedigen kann. Wir erwarten, dass die Behörde endlich etwas unternimmt und diesem Spuk ein Ende setzt. Und die Politik müsste sofort handeln und die Jagd auf gezüchtete Tiere, insbesondere in Gattern, endlich verbieten."

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