NEOS: Wirtschaftskammer fehlt es an Weitblick und Wirtschaftskompetenz

Sepp Schellhorn: "Schließung der Tourismusschule Bischofshofen ist beispielhaft für fehlende Erdung der Wirtschaftskammer gegenüber ihren Pflichtmitgliedern."

Wien (OTS) - Sepp Schellhorn Wirtschafts- und Tourismussprecher der NEOS übt scharfe Kritik am Vorhaben der Wirtschaftskammer, die Tourismusschule in Bischofshofen zu schließen. Mit dem Antreten der UNOS bei der Wirtschaftskammerwahl werde ein frischer Wind auch die Interessensvertretung für Kammermitglieder neu beleben.

"Die Schließung der Tourismusschule Bischofshofen kann ich nur mit einem Kopfschütteln quittieren und feststellen, dass die WKO einmal mehr an den Bedürfnissen der Zwangsmitglieder vorbei agiert. Wenn der Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Salzburg Dr. Manfred Prammer sagt, es gäbe immer weniger Jugendliche, so gleicht es einer Selbstaufgabe und dass der Kampf um die Talente als erstes aufgegeben wird", so Schellhorn.

Die Hotelfachschule Bischofshofen genießt bei Unternehmen ein sehr hohes Ansehen. Das Bildungsangebot umfasst 3 Zweige mit 160 Schülern - eine 5 jährige Ausbildung mit Maturaabschluss, eine 3 jährige Hotelfachschule und einen Lehrgang für Erwachsene. Schellhorn verweist auf eine typische Mentalität der WKO sich hier nach unten zu nivellieren, anstatt den Wettbewerb der Besten zu suchen.

"Das Ziel der Wirtschaftskammer muss es sein, die Schule zu halten und auf ein noch besseres Niveau heben. Die jungen Menschen in diesem Land brauchen das beste Format für eine touristische Ausbildung. Und die vielen Tourismusbetriebe in Salzburg brauchen eine praxisnahe Bildungseinrichtung, die die besten Talente auch weiterbilden kann", so Schellhorn weiter. "So agiert die Kammer einmal mehr, als Kammer der gewerblichen Verhinderung. Sie schwimmt im Brackwasser der Beliebigkeit und schafft es nicht den Bildungsauftrag für ihre Pflichtmitglieder zu erfüllen."

Schellhorn kritisiert demgegenüber auch die fehlende Verantwortung der WKO im Umgang mit den Millionenverlusten im Grand Hotel Bad Hofgastein.

"Anstelle der Schließung der Hotelfachschule soll die Wirtschaftskammer über das Millionengrab Grand Hotel Bad Hofgastein nachdenken und sich trauen, es auch zu veräußern. Mit dem frischen Geld kann man die besten Talente im Tourismus zu noch besseren machen. Was es braucht ist eine Bildungsoffensive für junge Menschen und nicht einen defizitären Hotelbetrieb, finanziert über Zwangsbeiträge", so Schellhorn.
"Mir tun nicht nur die Schülerinnen und Schüler leid, sondern auch die Unternehmer. Mit der Vorgehensweise und Prioritätensetzung der Wirtschaftskammer bekommen wir keine touristischen Nachwuchstalente in die Unternehmen. Daher halte ich es für ganz wichtig, dass die UNOS bei der Wirtschaftskammerwahl auch eine starke Position bekommen und für frischen Wind sorgen", schließt Schellhorn.

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