Bereich Pflege ohne "GastarbeiterInnen" undenkbar

Volkshilfe Wien schließt sich dem Dank der Stadt Wien an und würdigt Leistungen von MigrantInnen aus Anlass von "50 Jahre Anwerbeabkommen"

Wien (OTS) - Aus Anlass des Jubiläums "50 Jahre Anwerbeabkommen" schließt sich die Volkshilfe Wien gerne dem Dank der Stadt Wien an die einstigen "Gastarbeiter" an. Bis heute würden MigrantInnen nicht nur für Vielfalt in unserer Gesellschaft sorgen, sondern einen wesentlichen Beitrag für die Gemeinschaft leisten.

"Heute sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund eine unverzichtbare Kraft - vor allem auch bei der Versorgung älterer Menschen durch unsere mobilen Pflege- und Betreuungsdienste", betont VHW-Vorsitzende Prof.in Erika Stubenvoll:
"Diese Arbeit steht nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit, für die tagtägliche Leistung von Heimhilfen und Krankenpflegepersonal ist aber nicht genug zu danken! Sie ermöglichen, dass ältere Menschen ihren Lebensabend in Würde und professionell versorgt im eigenen Zuhause verbringen können."

Für MigrantInnen betreibt die Volkshilfe Wien eine Reihe von spezifischen Projekten, die das Leben in ihrer "zweiten Heimat" Österreich erleichtern sollen.

Migrants Care

Viele MigrantInnen interessieren sich für einen Pflege- oder Betreuungsberuf, scheitern aber an den Deutschkenntnissen. Ziel des Projekts "migrants care" ist es, Menschen mit nicht deutscher Muttersprache über eine Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich umfassend zu informieren und vorzuqualifizieren. Geboten werden fachspezifische Information und individuelle Beratung, ein Vorbereitungskurs zur Verbesserung der Deutschkenntnisse sowie die Vermittlung einer Ausbildungsstelle. Regelmäßig finden in Wien Informationsveranstaltungen sowie Einzelberatungen (nach telefonischer Vereinbarung unter Tel.: 0664/88 79 88 24) zu den Berufsfeldern Pflege und Betreuung statt.
Das Projekt "migrants care" ist ein Projekt der BAG-Träger Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz sowie Volkshilfe und wird vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres finanziert.

MiMi-GesundheitslotsInnen

Der besseren Orientierung im Gesundheitswesen und der eigenen Gesundheitsvorsorge von MigrantInnen dient das Projekt "MiMi -MigrantInnen für MigrantInnen" der Volkshilfe Wien. Dabei werden in einem eigenen Lehrgang sozial engagierte MigrantInnen zu "MiMi-GesundheitslotsInnen" ausgebildet. Vermittelt werden dabei Themen wie das österreichische Gesundheitssystem, Ernährung & Bewegung, Alter, Pflege und Gesundheit, Psychische Gesundheit, etc. Die MiMi-GesundheitslotsInnen werden so qualifiziert, gesundheitsrelevante Inhalte in ihren Communities kultursensibel und in der jeweiligen Muttersprache weiterzugeben.

Zur Unterstützung steht den MigrantInnen der eigens entwickelte, qualitätsgesicherte Gesundheitswegweiser "Gesundheit Hand in Hand" mit umfangreichem Kontakt- und Adressteil in elf Sprachen zur Verfügung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres sowie von den Gebietskrankenkassen Wien und Oberösterreich gefördert.

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Wien
Erika Bettstein
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 676 8784 1610
bettstein@volkshilfe-wien.at
www.volkshilfe-wien.at

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