Vatikan veröffentlicht Dokument zu Umgang der Orden mit Geld

Päfekt der Ordenskongregation, Kardinal Braz de Aviz: Orden müssen wirtschaftliche Belange transparenter machen

Vatikanstadt, 06.08.14 (KAP) Katholische Orden sollen sich nach dem Willen des Vatikan künftig stärker an der kirchlichen Soziallehre orientieren und kapitalistische Auswüchse in ihrer Güterverwaltung vermeiden. Das geht aus neuen Richtlinien hervor, die jetzt von der vatikanischen Ordenskongregation veröffentlicht wurden. Sie fordern die Orden zu einem transparenteren Finanzgebaren sowie zur nachhaltigem Wirtschaften auf.

Um des Evangeliums willen müssten Orden ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten "mit vollständiger Transparenz, unter Beachtung der weltlichen und kirchlichen Gesetze und im Dienst für die vielen Formen der Armut" regeln, schreibt Kardinal Joao Braz de Aviz, Präfekt der Ordenskongregation, in seinem Vorwort.

Das Dokument sieht u.a. vor, dass jeder Orden Haushaltspläne nach internationalen Standards erstellt und von auswärtigen Fachleuten prüfen lässt. Andernfalls könne die Ordenskongregation ihre Zustimmung für Finanztransaktionen verweigern. Für größere Projekte müssen Kostenvoranschläge erstellt und wirksame Kontrollmechanismen eingeführt werden. Es sei diesbezüglich unumgänglich, auch die Expertise von Laien heranzuziehen. Allerdings bleibe die Letztverantwortung immer bei den Ordensoberen.

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