FP-Waldhäusl: Großteil der Agrarförderungen gehen in Niederösterreich an reiche Großgrundbesitzer

FP-NÖ fordert gerechteres Fördermodell

St. Pölten (OTS) - "Während bei den EU-Agrarförderungen mehr als 60 Prozent der bäuerlichen Betriebe durch den Rost fallen, dürfen sich Großgrundbesitzer über jährliche Zuschüsse in Millionenhöhe freuen", so der freiheitliche Klubobmann Gottfried Waldhäusl im Zuge der Budgetdebatte.

So hätten alleine die Stiftung Fürst Liechtenstein und die Stifte Heiligenkreuz und Altenburg für die Jahre 2012/2013 Förderungen in Höhe von 2.132.831,26 Euro lukrieren können. "Die angekündigte Einführung einer Förderobergrenze ist pure Augenauswischerei, da sich diese nur auf die Direktzahlungen beschränkt, die Millionen aber unter einem anderen Titel weiterfließen", ärgert sich Waldhäusl.

Darüber hinaus hätten 95 Prozent der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe die volle Steuer- und Abgabenlast zu tragen, während die wenigen Großen in steuerbegünstigte Gesellschaften und Stiftungen flüchten bzw. sich aufgrund der Höchstbeitragsgrundlage auch noch enorme Kosten bei der Sozialversicherung ersparen würden.

Besonders kleine und mittelständische Betriebe, die für Vielfalt und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft stehen, seien von diesen Ungerechtigkeiten am stärksten betroffen. "Leider ist die ÖVP ihrem bauernfeindlichen Kurs treu geblieben und hat unseren Antrag auf ein gerechteres Fördermodell gemeinsam mit der SPÖ im Keim erstickt", so Waldhäusl abschließend.

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