Woche des Waldes im Zeichen der familienbetriebenen Land- & Forstwirtschaft

Waldbesitzer und Forstbetriebe bewahren den heimischen Wald

Wien (OTS) - Der heimische Wald ist mit seinem bunten Spektrum an Leistungen ein unverzichtbares Naturjuwel. Er liefert sauberes Wasser und spendet frische Luft. Er bietet den Menschen einen einzigartigen Erholungsraum. Er ist Wohnstätte für Wildtiere und beheimatet viele Pflanzen. Er schützt den Boden vor Erosionen und die Menschen vor Naturgefahren. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und schafft damit direkt und indirekt viele Arbeitsplätze. Grundlage für dieses komplexe Zusammenspiel der Waldleistungen ist die Waldbewirtschaftung. Die Verantwortung dafür tragen seit Generationen die heimischen Waldbesitzer und Familienforstbetriebe. Daher steht die Woche des Waldes unter dem Motto "Der Wald in guten Händen", die diese Woche von 9. bis 15. Juni stattfindet. Und auch das diesjährige internationale Jahr der familienbetriebenen Land- und Forstwirtschaft hebt die vielfältigen Leistungen der heimischen Familienbetriebe hervor.

Mehr Leistungen durch nachhaltige Waldbewirtschaftung

"Die heimischen Waldbesitzer und Familienforstbetriebe sichern mit der nachhaltigen Bewirtschaftung der heimischen Wälder die saubere Luft in Österreich, reines Wasser und viele andere unverzichtbare Leistungen für die Umwelt. Sie schaffen "Public Goods", indem sie Naturschutz und Biodiversität im Waldmanagement integrieren. Sie sorgen dafür, dass die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes erhalten bleibt. Sie nutzen nachhaltig den nachwachsenden Roh- und Wertstoff Holz. Diese Familienbetriebe sind zudem Kern eines funktionierenden Forstwesens, das entlang der gesamten waldbasierten Wertschöpfungskette Arbeitsplätze sichert. Die familienbetriebene Land- und Forstwirtschaft ist - unabhängig von Betriebsform und -größe - der Stützpfeiler des ländlichen Raumes. Diese Betriebe sichern den heimischen Wald und seine Funktionen für unsere Nachkommen und damit auch eine lebenswerte Zukunft", veranschaulicht DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, die mannigfachen Leistungen der heimischen Waldbesitzer.

"Angesichts der aktuellen klimatischen, umwelt(politischen) und gesellschaftlichen Veränderungen erlangen die komplexen Waldleistungen eine noch höhere Bedeutung. Kernanliegen der familienbetriebenen Forstwirtschaft ist es, den Wald durch aktive Bewirtschaftung mit all seinen Ausprägungen langfristig zu bewahren. Daher hüten diese die Ressource Wald mit Kompetenz, Wissen und nachhaltigem Waldmanagement, um die erforderliche Multifunktionalität sicherzustellen. Die dafür notwendige individuelle Entscheidungsfreiheit der Waldeigentümer führt zu einer höheren Vielfalt des Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsraumes Wald", beschreibt Präsident MONTECUCCOLI die gelebte Nachhaltigkeit der familienbetriebenen Forstwirtschaft in und mit der Natur.

Lebensphilosophie als Grundlage

Die heimische familienbetriebene Land- und Forstwirtschaft hat stets das Ziel vor Augen, den nachkommenden Generationen die Lebensgrundlage zu sichern. Denn die Zukunft der Kinder beginnt in der Gegenwart. Daher wird auch seit Generationen die Lebensphilosophie "Natur nützen und Natur schützen" ins Zentrum der Überlegung gestellt, um den Lebensraum "Wald" nachhaltig und über Generationen im Sinne der Gesellschaft, Umwelt und Familie zu erhalten.

Nachhaltige Familienforstwirtschaft braucht faire Rahmenbedingungen

Die österreichische Forstwirtschaft ist mit ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung nahe am Leben und unverzichtbarer Teil der ländlichen Strukturen sowie des österreichischen Landschaftsbildes. Basis der Familienbetriebe sind sicheres Eigentum, der Wert der Familie und stabile politische Rahmenbedingungen. Familienbesitz und die Möglichkeit, diesen frei und unbelastet zu vererben, ist der wichtigste Motor für nachhaltiges Wirtschaften in der Natur.

"In der aktuellen Debatte wird der Ruf nach Reichen- und Vermögenssteuern immer lauter. Doch es ist eine Illusion zu glauben, Waldvermögen sei mit einer hohen Ertragskraft verbunden. Tatsächlich ist Wald der wichtigste Produktionsfaktor der Forstbetriebe. Ein gesunder Wald und guter Holzvorrat ist nicht Luxus, sondern das Ergebnis nachhaltiger Waldwirtschaft. Denn es wird nie mehr geerntet, als jährlich zuwächst. Der Staat kann sich ein Beispiel an der familienbetriebenen Forstwirtschaft nehmen. Hier wurde schon lange erkannt, wenn mehr geerntet wird als zuwächst, muss in die Substanz eingegriffen werden. Dies wäre der erste Schritt in Richtung Vermögensabbau und das Zusammenspiel der komplexen Waldleistungen wäre für alle gefährdet. Genau in diesem Sinne ist daher ein nachhaltiger Ansatz auch dringend in der aktuellen Steuerdiskussion gefordert. Steuern auf erzielte Erträge und Einkommen und auf den Verbrauch von Ressourcen sind ein legitimer Ansatz, um die notwendigen Staatsleistungen zu finanzieren. Auf Basis des Leistungsprinzips und mit Leistungsanreizen könnte der Staat auch einen volkswirtschaftlich nachhaltigen Weg gehen, der durch Verantwortung für künftige Generationen überzeugen könnte", appelliert der Präsident an die politischen Entscheidungsträger und ergänzt: "Die familienbetriebene Land- und Forstwirtschaft braucht Zukunftsperspektiven, die auf fairen und stabilen Rahmenbedingungen aufbauen und die nachhaltige Entwicklung verbessern."

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Land&Forst Betriebe Österreich
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