Förderprogramm 2014-20: zu wenig Geld für Naturschutz!

BirdLife warnt vor drastischen Kürzungen der Naturschutzmittel beim Programm für ländliche Entwicklung

Wien (OTS) - Heute Mittwoch präsentiert Bundesminister Andrä Rupprechter das geplante neue Förderprogramm für ländliche Entwicklung. Massive Kürzungen von jährlich bis zu 100 Millionen Euro im Agrarumwelt- sowie Artenschutzbereich sind zu befürchten.

"Da die Naturschutzmittel in der Vergangenheit schon unzureichend waren, ist ein stetiger Rückgang bei unseren Kulturlandschaftsvögeln (-32%) zu verzeichnen. Bei weiteren Einschnitten wird der seit Jahren angestrebte Stopp des Verlusts der biologischen Vielfalt völlig undenkbar - mit allen Konsequenzen für Land- und Forstwirtschaft, Boden- und Gewässerschutz und auch für Erholung und Tourismus", warnt Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer der Vogelschutzorganisation BirdLife.

10% der Gelder der Ländlichen Entwicklung direkt für die Natur

In den Budgetvorschlägen des Programmentwurfs sind massive Mittelkürzungen von ca. 26% bei den Naturschutzmaßnahmen (Artikel 20, 26 u. 35) vorgesehen. Um einem künftig irreparablen Artensterben erfolgreich begegnen zu können, fordert BirdLife und andere NGOs eine Mittelaufstockung von 25% für die Pflege von naturschutzfachlich wertvollen Flächen durch die Landwirte im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL (Artikel 29, Maßnahme "WF"). Insgesamt sollten 10% der Gelder der Ländlichen Entwicklung direkt der heimischen Natur zugutekommen:

  • 50 Mio. Euro pro Jahr für "Pflege ökologisch wertvoller Flächen", statt bisher 40 Mio.
  • 40 Mio. Euro pro Jahr für Naturschutzmaßnahmen und -projekte statt zuletzt 23 Mio.
  • 27 Mio. Euro pro Jahr für Biodiversitätsmaßnahmen im Wald statt zuletzt 3 Mio.

"Wir fordern die Bundesregierung und die Bundesländer daher dringend auf, das Bekenntnis für die Erhaltung der heimischen Natur auch durch Sicherstellung der erforderlichen Mittel in die Tat umzusetzen", so Gerald Pfiffinger.

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