A1 Telekom Austria: Betriebsräte gegen jede weitere Privatisierung

Nach ÖIAG-Aufsichtsratssitzung: Politik muss handeln!

Wien (OTS/ÖGB) - "Es ist zu begrüßen, wenn sich jetzt auch ÖVP-Minister für die Kernforderungen der A1-Personalvertretung aussprechen, bisher sind die Appelle an die Politik ja leider kaum beachtet worden", sagt A1-Zentralbetriebsratschef Walter Hotz. Nur:
"Das Beibehalten der Sperrminorität von zumindest 25 Prozent und einer Aktie wäre ein erster Schritt. Dem müssen aber weitere folgen, zum Beispiel müsste die ÖIAG zukünftig in die Lage versetzt werden, neben dem Mitziehen bei Kapitalerhöhungen auch aktiv Anteile der A1 Telekom zukaufen zu können."++++

Helmut Köstinger, Vorsitzender der Kommunikationsgewerkschaft GPF und Arbeitnehmervertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat, schlägt in dieselbe Kerbe: "Am liebsten wäre uns, wenn am aktuellen Staatsanteil an der A1 Telekom in Höhe von 28,42 Prozent festgehalten und durch die ÖIAG im Anlassfall ausgebaut werden würde". Sonst wäre durch eine Anteilsverwässerung eine "Privatisierung auf Raten" nicht auszuschließen.

Jetzt sei die Politik am Zug, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Personalvertreter gehen davon aus, dass die Regierung klug genug sei, sich Standortinvestitionen und Sicherheitsdienste wie Notruf (die heute gratis über das A1-Netz laufen) abzusichern, ebenso wie einen Schutz gegen die Verwässerung der Anteile des Bundes. Immerhin würden der Republik Österreich enorme Dividenden dauerhaft entgehen. Seit 2003 wurden ca. 2,4 Mrd. Euro an Gewinnen ausgeschüttet.

Im Vordergrund stünden aber in jedem Fall die Sicherung der Arbeitsplätze und damit die Zukunft der Beschäftigten und ihrer Familien.

Der Verkauf bzw. die Reduzierung von Staatsanteilen eines derart wichtigen Infrastrukturunternehmens hätte massive Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft, den Wirtschaftsstandort, die Arbeitsplätze, die Servicequalität und die Kosten für die Bevölkerung.

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