Ewald Stadler verlangt Rücktritt des EU-Erweiterungskommissars

Straßburg (OTS) - Der REKOS-Obmann Ewald Stadler verlangt den Rücktritt des EU-Erweiterungskommissars Stefan Füle. "Wenn Füle die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nicht umgehend stoppt, dann kollaboriert er mit türkischen Islamisten." erklärte der Spitzenkandidat der Reformkonservativen im Zuge der Debatte über den Türkei-Beitritts-Fortschrittsbericht im EU-Parlament. Zwei Missionare und zwei türkische Konvertiten waren im April 2007 in Malatya brutal ermordet worden. Sie wurden stundenlang gefoltert, ehe ihnen die Kehle aufgeschnitten wurde. Ihre fünf mutmaßlichen Mörder wurden nun am 8. März freigelassen.

"Das Menschenrechtsgeplappere der Union ist reine Heuchelei:
Gegenüber Erdogan sind die EU-Verantwortlichen taub, stumm und blind wie die drei sprichwörtlichen Affen." kritisierte Stadler. Die Korruptionsskandale um die türkische Regierung und die offenkundige Willkür-Justiz seien bei anderen Ländern Grund genug, Revolutionen und Umstürze zu organisieren." Erdogan hat im letzten Jahr im Sommer die Bürgerrechtsbewegungen einfach niedergeschlagen. In anderen Ländern hätte man das als Vorwand für einen Putsch genommen." erläuterte Stadler. Es sei unerträglich beschämend, dass der entsprechende Bericht des EU-Parlaments das Leiden und die Verfolgung der Christen mit keiner Silbe erwähne.

Der REKOS-Mandatar Stadler verurteilte die Doppelmoral der EU zutiefst. Ein Rücktritt des Erweiterungskommissars sei das Mindeste, um einen Funken Anstand gegenüber den Mordopfern zu wahren. "Im Türkei-Bericht gibt man ja zu, dass die Türkei ein wichtiger Handelspartner der EU sei." bemerkte Stadler. Krämergeist und Militärstrategien seien tragischerweise Sieger über die Moral. "Diese Union ist eine Union der H-EU-chler!" schloss Stadler.

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