VSStÖ: Reform der Studienbeihilfe - too little, too late

Trotz einigen positive Veränderungen bleiben spürbare Verbesserungen aus

Wien (OTS) - "Es ist gut, dass sich endlich etwas bei der Studienbeihilfe tut, aber spürbare Verbesserungen bleiben aus. Weder wurde die Höhe der Studienbeihilfe endlich inflationsangepasst, noch wurden die Toleranzsemester ausgeweitet. Es ist ernüchternd, dass sich der ÖVP-Minister Mitterlehner zu keinen tiefgreifenderen Änderungen durchringen konnte", kritisiert Jessica Müller, Vorsitzende des VSStÖ.

"Die leichte Anhebung der Zuverdienstgrenze von 8000Euro auf 8400Euro und die Verbesserungen für Studierende mit Kind sind sehr zu begrüßen, bleiben aber in Anbetracht des enormen Reformbedarfs ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Höchststudienbeihilfe von 679Euro liegt nach wie vor weit unter der Armutsgefährdungsgrenze von 1.066Euro und auch die für Studierende wichtigen Fahrt- und Versicherungszuschüsse wurden nicht angepasst. Die Reform geht daher leider an der realen Lebenssituation der Studierenden vorbei", so Müller weiter.

Außerdem wird der Kreis der Bezugsberechtigten durch die Berechnungssystematik und Inflation immer kleiner, obwohl schon jetzt nur rund jede_r sechste Studierende Studienbeihilfe bezieht. "Es braucht endlich eine umfassende Reform der Studienbeihilfe mit einer Inflationsanpassung und einer Ausweitung der Altersgrenzen und des Bezieher_innenkreises. Der ÖVP-Minister Mitterlehner darf sich nicht länger auf kosmetische Verbesserungen beschränken", fordert Müller abschließend.

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