Europaweit mehr Straßenverkehrssicherheit - aber mit den richtigen technischen Mitteln

WKÖ-Klacska zur Abstimmung in EU-Parlament: Wettbewerbsgleichheit wahren

Wien (OTS/PWK149) - "Wir begrüßen das Vorhaben der Europäischen Union, die Straßenverkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Die europaweite Harmonisierung der Kontrollvorschriften im Straßengüterverkehr ist eine sinnvolle Initiative und kann einen wertvollen Beitrag für mehr Wettbewerbsgleichheit leisten. Bedauerlicherweise ist aber eines der Mittel, nämlich eine nicht an der Praxis orientierte starre Mängelliste zur Kontrolle der Ladungssicherung untauglich, um das Gefährdungspotential auf der Straße beurteilen zu können", kommentiert Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, die heutige Abstimmung des EU-Parlaments über das Straßenverkehrssicherheitspaket. Die EU-Kommission stellte im Juli 2012 ein Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Sicherheit auf Europas Straßen vor, das Vorschriften sowohl für die regelmäßige technische Überprüfung von Kraftfahrzeugen als auch für die technische Unterwegskontrolle von Nutzfahrzeugen enthält.

Starrer Mängelkatalog nicht praxistauglich
"Durch intensive Interessenvertretung auf EU-Ebene ist es gelungen, die Vorschriften zumindest teilweise unternehmensfreundlicher und praxisorientierter zu gestalten", erläutert Klacska. Leider konnte sich das Parlament bei den Verhandlungen mit dem Rat mit seiner Position, den von der Kommission vorgeschlagenen starren Mängelkatalog zur Kontrolle der Ladungssicherung gänzlich zu streichen, nicht durchsetzen. Der vom Verkehrsausschuss geforderte eingehende Diskussionsprozess auf EU-Ebene wurde abgewürgt. Durch die Verpflichtung, die nun vorliegende, in der Praxis untaugliche Liste bei Straßenkontrollen zu verwenden, geht die erforderliche Flexibilität und individuelle Beurteilung verloren. Jede Kontrolle der Ladungssicherung stellt eine Einzelfallprüfung beziehungsweise eine Beurteilung des Gesamtbildes dar. "Immerhin konnten wir in zahlreichen Gesprächen mit EU-Abgeordneten und Kommissionsvertretern die Entscheidungsträger davon überzeugen, dass nun zumindest technische Regelungen in Europäische Normen wie beispielsweise die Europäische Zurrkräftenorm EN 12195-1 berücksichtigt werden müssen", so Klacska.

"Pickerl" aus der Werkstatt bleibt
"Erfreulich ist, dass die jährliche technische Kfz-Überprüfung weiterhin von Werkstätten durchgeführt werden kann. Brüssel konnte überzeugt werden und erkannte die Qualität des das bewährten österreichischen System des 'Pickerls' an. Betreiber von Fuhrparks können weiterhin auf ein dichtes Netz an Kfz-Werkstätten zurückgreifen", betont Klacska.

"Die Wirtschaft bekennt sich zu hoher Sicherheit auf den Straßen und leistet seit Jahren aktiv ihren Beitrag dazu. Insbesondere der Bereich der Aus- und Weiterbildung der Lenker liegt uns am Herzen, und unsere jährlichen Transportsicherheitstage halten Unternehmen auf dem aktuellsten Stand", so Klacska. (PM)

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