NEOS: Gelegenheit für einen Neustart der Bundestheater-Holding nutzen

Beate Meinl-Reisinger: "ohne Strukturreform werden sich Krisen wie am Burgtheater wiederholen"

Wien (OTS) - Die Ablösung von Matthias Hartmann durch BM Ostermayer bezeichnet die NEOS-Kultursprecherin und Kulturausschussvorsitzende Beate Meinl-Reisinger als konsequenten und notwendigen Schritt. Weder das "ruhen lassen" der Geschäftsführung noch der Rückzug Hartmanns auf die künstlerische Leitung sei rechtlich haltbar gewesen.

Für einen Neustart im Burgtheater und der Bundestheater-Holding, müsse das Zurücklegen der Aufsichtsrats-Funktionen durch Holding-Chef Georg Springer selbstverständlich sein.
"Wir müssen diese Gelegenheit nutzen, um die offensichtlichen Mängel in der Struktur und Organisation der Holding zu beheben. Die Trennung der Funktionen des Holding-Chefs und Aufsichtsrat sind ein erster Schritt in einer Reihe notwendiger und längst überfälliger Maßnahmen," so Meinl-Reisinger.
Damit die Holding nach einem wohl nötigen Neustart ihre Kontroll- und Steuerungsfunktionen endlich ausreichend wahrnehmen könne, brauche es neben grundlegenden Überlegungen hinsichtlich stärkerer Zentralisierung wesentlicher Bereiche auch endlich das konsequente Beheben wesentlicher Planungs- und Kontrollmängel:

  • eine Analyse aller Controllingtätigkeiten der Bühnengesellschaften,
  • die Festlegung genauer Kennzahlen in allen Budgetbereichen für die Bühnengesellschaften durch die Holding,
  • die Vereinheitlichung der Rechnungslegungs-Software, der Budgetplanungsprozesse und -kalender in allen Bühnengeselschaften,
  • eine Zentralisierung zumindest einiger Rechnungslegungsprozesse der Bundestheater bei der Holding,
  • ein konzernweit gültiges Handbuch zur Bilanzierung. Die meisten dieser Maßnahmenempfehlungen waren dem BMUKK und der

Holding seit der Effizienzanalyse der Bundestheater-Holding 2010 durch Ernst&Young bekannt. Damals wurde auch am Beispiel der Staatsoper gezeigt, dass die einzelnen Bundestheater regelmäßig 10% unter den tatsächlichen Ist-Werten des Vohrjahres ihre Budgets planen.
"Eine Bundestheater-Holding macht nur Sinn, wenn sie den Bundestheatern kaufmännische Aufgaben abnimmt, damit die Bühnen sich auf die Kunst konzentrieren können. Eine Holding, die nichts sieht, nichts hört und nichts weiß, ist nur ein Kostenfaktor," so Meinl-Reisinger abschließend.

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