Malloth: Immobilien und Wohnen werden als populistisches Wahlkampfthema missbraucht

Branchensprecher der Immobilien- und Vermögenstreuhänder sieht in den Aussagen von AK-Präsident Kaske einen Ruf nach Enteignung

Wien (OTS/PWK148) - "AK-Präsident Kaske argumentiert mit seinem Befund "Wohnen wird teurer"und mit seiner Forderung "Wohnen muss billiger werden" völlig an der Realität und den tatsächlichen Verhältnissen vorbei", repliziert Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, auf die Ausführungen Kaskes. Bei der Anpassung der Richtwerte und der Kategoriebeträge handelt es sich nicht um irgendwelche einseitigen, plötzlichen Erhöhungen der Mietzinse, sondern um gesetzlich vorgesehene, und daher auch absehbare und kalkulierbare Anpassungen an den Verbraucherpreisindex.

Kaske verschweige, dass diese Wertanpassung der Richtwerte nach zwei Novellen des Richtwertgesetzes 2008 und 2009 (sog. "Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz" sowie die Wohnrechtsnovelle 2009) nunmehr nicht mehr - so wie früher - jährlich erfolgt, sondern nur noch alle 2 Jahre. Darüber hinaus verdrängt Kaske auch die Tatsache, dass durch das Abstellen auf den jeweiligen Jahresdurchschnittswert des VPI eine weitere "Entschärfung" der sachlich notwendigen und gerechtfertigten Wertsicherung erfolgt ist.

"Diese Rechtslage hat zur Folge, dass der Vermieter nicht - wie jeder andere Gläubiger einer periodisch zu erbringenden Leistung -eine laufende Wertanpassung vereinbaren darf, sondern auf eine solche bei den Richtwertmieten für jeweils 2 Jahre zu verzichten hat. Insofern wird die Richtwertmiete gemessen am VPI jeweils für 2 Jahre billiger, nicht teurer", erläutert Malloth weiter.

Die Forderung des AK-Präsidenten, Mietanpassungen nicht nur an einen Schwellenwert von 10 % zu binden, sondern diese auch nur im Ausmaß der Hälfte der Inflation vorzunehmen, komme einem Ruf nach materieller Enteignung aller vermietenden (Wohnungs-)Eigentümer von privaten Altbauobjekten gleich. "Eine solche abstruse Forderung hat in einer modernen europäischen Volkswirtschaft nichts verloren und kann bestenfalls mit den derzeit stattfindenden AK-Wahlen erklärt werden", so Branchensprecher Malloth abschließend. (JR)

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