Jarolim: Fragwürdige bezahlte Anzeige der Wiener Rechtsanwaltskammer

Wien (OTS/SK) - Als "in dieser Form absolut inakzeptable Einmischung" in die gesellschaftspolitische Debatte rund um das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare bezeichnete SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim die bezahlte Anzeige der Wiener Rechtsanwaltskammer in der gestrigen "Presse". "In einer mit den Geldern aller Mitglieder der Wiener Rechtsanwaltskammer bezahlten Anzeige die durchaus fragwürdige Privatmeinung von Frau Dr. Birnbaum wiederzugeben, gespickt mit polemischen Angriffen gegen den Landwirtschafsminister, ist eine äußerst seltsame Vorgangsweise und hat in einer seriös geführten Debatte nichts verloren", so Jarolim am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Aussagen des Landwirtschaftsministers sind als absolut positiv zu bewerten; es sei höchst an der Zeit, über ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare zu reden. Diese Paare sollen genauso wie heterosexuelle Paare Kinder adoptieren können, denn sie sind Teil unserer Gesellschaft und das ist anzuerkennen, mit allen Rechten und Pflichten. "Das Wichtigste ist, dass Kinder in Geborgenheit aufwachsen, aber wie Menschen ihr Zusammenleben gestalten, ist ihre Sache. Das hat auch Frau Dr. Birnbaum zur Kenntnis zu nehmen", betonte Jarolim.

Weiters sei die Feststellung Birnbaums, dass sich als Pflegeeltern "fast nur heterosexuelle Paare finden", absolut unrichtig. "Vielmehr gibt es in der Stadt Wien eine hohe Anzahl von gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern, die sich nachweislich ausgezeichnet im Sinne des Kindeswohls bewährt haben", betonte der SPÖ-Justizsprecher abschließend. (Schluss) ah/sl/mp

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