Zinggl zum Vorgehen Ostermayers: "Eine wichtige und wegweisende Entscheidung für die Kulturpolitik"

Grüne: Das Anfragerecht des Parlaments muss wieder auf die Bundestheater ausgeweitet werden

Wien (OTS) - "Kulturminister Ostermayer hat in der Burgtheater-Affäre rasch und umsichtig agiert und die richtigen Schlüsse gezogen", lobt der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, anlässlich der Abberufung von Matthias Hartmann als Direktor des Burgtheaters.

"Ich bin aber der Überzeugung, dass in die Gänge des Burgtheaters schon früher Licht gedrungen wäre, wenn sich das parlamentarische Anfragerecht auch auf die einzelnen Häuser der Bundestheater GmbH erstrecken würde. Denn es wird immer klarer: Das Ministerium muss von den Vorfällen und Problemen schon lange gewusst haben, und restlos aufgeklärt ist der Fall durch die Ablösen nicht. Wie steht es etwa mit der Verantwortung des Aufsichtsrates? Unabhängig von jeder Wirtschaftsprüfung: Um zu erkennen, ob es ein internes Kontrollsystem am Burgtheater gibt, reicht ein Blick ins Organigramm. Andererseits ist der geringe Enthusiasmus der Aufsichtsorgane angesichts einer Sitzungspauschale von 100 oder 150 Euro nachvollziehbar. Grundsätzlich sieht es so aus, als hätte auch die Holding die ihr zugedachten Aufgaben nicht erfüllt. Sie ist daher massiv in Frage zu stellen", meint Zinggl.

"Hoffen wir, dass dieser unschöne Anlassfall nun die Transparenz erhöht. Und hoffen wir weiter, dass der Fall Burgtheater Signalwirkung erzielt, was Selbstbedienung und Günstlingswirtschaft im Kulturbereich betrifft. Wo nicht die Kunst, sondern der persönliche Vorteil im Vordergrund steht, werden wir nicht aufhören, dies zu thematisieren", sagt Zinggl.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0006