Streit in ÖVP Kärnten geht in nächste Runde

WK-Präsident Franz Pacher: "Hätte mir gewünscht, dass Obernosterer sich bei Martinz und der Hypo Zeit für Kärnten genommen hätte"

Wien (OTS) - Die ÖVP Kärnten kommt nicht zur Ruhe. Nach der Vorstellung von Christian Benger als neuem Parteiobmann und Landesrat am Montag äußert Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher in der morgigen Ausgabe der WOCHE Kärnten schwere Vorwürfe gegen Noch-Parteiobmann Gabriel Obernosterer.

Pacher spricht von Drohungen in der Landesparteileitung am Montag - die breite Zustimmung zur neuen Spitze (nur der Landtagsabgeordnete Herbert Gaggl stimmte dagegen, der Klagenfurter Stadtrat Peter Steinkellner enthielt sich der Stimme) sei nur zu Stande gekommen, weil Obernosterer die Anwesenden mit seiner Entscheidung überrumpelt und angedroht habe, Wolfgang Waldner bis zu den nächsten Landtagswahlen im Amt zu belassen. Eine - so Pacher - untragbare Lösung. "Ich und andere haben Obernosterer immer wieder darauf hingewiesen, dass es sogar für die eigenen Leute unmöglich ist, einen Termin bei Waldner zu bekommen. Der Parteiobmann wusste genau, dass Handlungsbedarf besteht."

Obernosterers Auskunft, Pacher sei seit Oktober in die Umstruktierungspläne der Partei eingebunden gewesen, bezeichnet der Wirtschaftskammer-Präsident klar als unwahr: "Noch vor einer Woche habe ich, trotz Drängens, bei einem Gespräch mit Gabriel Obernosterer keine Informationen erhalten. Sonst hätte ich mich nicht öffentlich geäußert." Und: "Hätte es diese Offenheit wirklich wie behauptet gegeben, wäre eine Drohung sicher nicht notwendig gewesen."

Die Schuld für die Unruhen innerhalb der Partei macht Pacher an seinem Noch-Parteiobmann fest und wirft ihm vor, erst seit kurzem Interesse an seinem Heimatland entwickelt zu haben. "Ich hätte mir gewünscht, dass meine interne Kritik Gehör gefunden hätte. Es war ja nicht das erste Mal. ... Bei Martinz und der Hypo-Affäre habe ich damals massiv auf die Probleme hingewiesen. Da hätte ich mir gewünscht, dass Obernosterer sich Zeit für Kärnten genommen hätte."

Auch für die Forderung Obernosterers, Pacher solle sich öffentlich bei Waldner entschuldigen, findet er klare Worte: "Das werde ich sicher nicht tun. Ganz im Gegenteil: Ich finde es schade, dass es der Parteichef für notwendig befindet, so einen Schritt zu setzen." Seine Position innerhalb der Partei sieht Pacher nicht gefährdet, die des Parteiobmannes hingegen schon: "Obernosterer soll aufpassen, dass er sich nicht überhebt."

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