Hilfe für syrische Flüchtlingskinder

Spenden aus Österreich schaffen eine "Oase der Hoffnung"

Wien (OTS) - 130.000 Tote, 9 Millionen Menschen innerhalb Syriens und in den Nachbarstaaten auf der Flucht - drei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien leiden vor allem die Kinder. Die schrecklichen Szenen von Gewalt und Zerstörung haben sich in ihre Seelen eingebrannt und sie schwer traumatisiert. Eine ganze Generation droht an diesen Schmerzen zu zerbrechen.

<b>Da setzt Hilfswerk Austria International an!</b> Hilfswerk Austria International (HWA) nimmt sich als Partner von Nachbar in Not und durch die Mithilfe privater Spender und Spenderinnen insbesondere der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen an, die aus Syrien in den benachbarten Libanon flüchten konnten. Sie erleben auch hier, außerhalb der Kampfzonen, physische und psychische Gewalt.

Heidi Burkhart, HWA-Geschäftsführerin: "Diese Kinder brauchen mehr als Nahrung um zu überleben. Sie hungern nach Aufmerksamkeit und dürsten nach Fürsorge. Unsere Mitarbeiterinnen schenken ihnen Zuwendung und leisten professionelle Hilfe gleichermaßen. Jedes einzelne Kind ist bedeutsam und liegt uns am Herzen."

<b>Professionelle Unterstützung</b>
Im Jugendzentrum "Oase der Hoffnung" in einem Vorort von Beirut, ermöglicht HWA International Mädchen und Buben professionelle Hilfe bei der Bewältigung ihrer Traumen. In einem ersten Schritt geht es vor allem darum, dass die 7- bis 15-Jährigen wieder Mut und Vertrauen fassen. Rund 200 Kinder werden derzeit von Sozialarbeiter/innen und Psycholog/innen unserer libanesischen Partnerorganisation ermutigt, über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen und über das, was sie in Syrien erlebt haben. Die Kinder spüren, dass jemand ihre unsichtbaren aber tiefen Wunden sieht. Sie zeichnen und malen, spielen Theater, beginnen zu singen und vor allem wieder zu lernen. Da viele syrische Kinder keinen Zugang zu libanesischen Schulen haben, können sie am Zentrum auch an einem mit UNHCR koordinierten Lernprogramm teilnehmen.

Viele syrische Kinder sind im Libanon völlig auf sich alleine gestellt oder von ihren Eltern getrennt. Andere sind permanent in den überfüllten Flüchtlingsunterkünften eingesperrt. Mädchen und Buben müssen arbeiten, um Geld für die tägliche Versorgung der Familien beizusteuern. Kinder sind darüber hinaus einem erhöhten Risiko von Menschenhandel und Missbrauch ausgesetzt. Viele Flüchtlingskinder leiden unter Einsamkeit, Ausgrenzung und Unsicherheit.

UNHCR macht in einer Studie darauf aufmerksam, dass dieses unerträgliche Leid eine ganze Generation ein Leben lang prägen wird. Die Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen. "Wenn wir nicht rasch handeln, wird diese Generation der Unschuldigen langfristig zu Opfern eines entsetzlichen Krieges", sagt UN-Flüchtlingskommissar António Guterres.

<b>Unterstützung für die Eltern</b>
Es ist wichtig, dass die Kinder jeden Tag für einige Stunden aus ihrer Flüchtlingsunterkunft herauskommen, Aufmerksamkeit erfahren, Lernmöglichkeiten haben und Kraft tanken. In der kalten Jahreszeit gibt es für die Mädchen und Buben mit Ausnahme des Jugendzentrums gar keine Möglichkeiten mehr, ihre Unterkünfte zu verlassen. Sie können dank der Unterstützung aus Österreich in einer freundlichen, warmen Umgebung mit Gleichaltrigen zusammen sein und den Kopf von den existenziellen Sorgen frei bekommen.
Auch Eltern, vor allem Mütter, werden in die Freizeitaktivitäten eingebunden. Außerdem erhalten Familien Gutscheine, mit denen sie dringend benötigte Alltagsgüter, z.B. Nahrungsmittel, Windeln, Seife etc., kaufen können.

Damit wir mehr traumatisierten Kindern helfen können, bitten wir dringend um Spenden:
Hilfswerk Austria International, Kennwort: "Flüchtlingskinder aus Syrien"
IBAN: AT716 000 000 090 001 002

Rückfragen & Kontakt:

Hilfswerk Austria International, Mag. Romana Klär, Medien & Kommunikation, Tel.: 01/405 75 00-31, mailto: romana.klaer@hwa.or.at

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