Schlacke: Greenpeace begrüßt Erkenntnisse des Runden Tisches

In Zukunft wieder eingeschränkter Einsatz möglich

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die Erkenntnisse des am vergangenen Mittwoch im Umweltbundesamt stattgefundenen ExpertInnengesprächs zum Thema Stahlwerksschlacken. "Es freut uns, dass es eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema gegeben hat", betont Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. Am Ende der Diskussion gab es ein eindeutiges Meinungsbild der anwesenden ExpertInnen. Ein Einsatz als gebundenes Straßenbaumaterial sei demzufolge bei Einhaltung einiger Rahmenbedingungen möglich, während bedenkliche Einsatzformen wie lose Schüttungen in Hauseinfahrten oder Forststraßen verboten werden sollen.

Nur einige wenige Punkte blieben noch ungeklärt, so etwa das Auslaugverhalten von Vanadium. Die anwesenden ExpertInnen haben jedoch zugesagt, die bereits vorhandenen Studien auf den Tisch zu legen und rasch zu einer abschließenden Meinung zu kommen, gegebenenfalls auch mit kurzfristigen zusätzlichen Vor-Ort-Untersuchungen. Auch seitens des Lebensministeriums wurde ein weiterer Dialog mit den Umweltschutzorganisationen zugesichert, um noch offene Punkte zu klären.

"Aus unserer Sicht die wichtigste Auflage ist, dass jede einzelne Schlackecharge vor einem möglichen Einsatz als Straßenbaumaterial auf die relevanten Schadstoffe untersucht wird", erklärt Schuster. Weiters müsse beispielsweise durch die Bauführung ein Kontakt von Wasser mit der Schlacke minimiert werden, auch die Möglichkeit eines zusätzlichen expliziten Chrom-VI-Grenzwertes wurde diskutiert.

Greenpeace-Chef Alexander Egit bekräftigt seine Aufforderung an die Voestalpine, die Klage gegen den Umweltdachverband zurückzunehmen. Die diesbezüglich stattfindenden Gespräche müssten rasch zu einer dauerhaften Lösung führen.

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Herwig Schuster, Greenpeace-Chemiker +43 (0)664/431 9214
Florian Schweitzer, Greenpeace Pressesprecher +43 (0)664/612 6718

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