"Weltjournal" und "WELTjournal +": "Russland - Das Imperium schlägt zurück" und "Fukushima - Meine verstrahlte Tante"

Am 12. März ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Das "Weltjournal" - präsentiert von Cornelia Vospernik -bietet am Mittwoch, dem 12. März 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 mit "Russland - Das Imperium schlägt zurück" eine spannende Analyse der Putin'schen Außenpolitik der vergangenen Jahre. Die Reportage macht klar, dass die Ereignisse in der Ukraine nicht so überraschend sind, wie sie scheinen mögen. Um 23.05 Uhr erinnert "WELTjournal +" mit "Fukushima - Meine verstrahlte Tante" an die Tsunami-Katastrophe vom 11. März 2011.

Weltjournal: "Russland - Das Imperium schlägt zurück" um 22.30 Uhr

Nach dem Zerfall der Sowjetunion haben NATO und EU zahlreiche ehemalige Bruderländer aus dem Moskauer Einflussbereich an sich gebunden. Wladimir Putin, der den Zerfall des einstigen Sowjetreichs wiederholt als Katastrophe bezeichnet hat, arbeitete seit seiner Ernennung zum Präsidenten im Jahr 2000 konsequent daran, die imperiale Größe Russlands wiederherzustellen. Mit der Okkupation von Teilen Georgiens 2008 signalisierte er die Bereitschaft, künftig auch militärisch gegen jede weitere Expansion des Westens im russischen Sicherheitsgürtel vorzugehen. Für 2015 plant er die Gründung der Eurasischen Union unter russischer Führung, die eine Freihandelszone und Währungsunion vom Polarmeer bis zu den Grenzen der EU und Chinas vorsieht. Das ideologische Gerüst für Russlands Kampf um Einfluss liefern Kreml-Berater wie Alexander Dugin, die den russischen Nationalismus schüren und der Demokratie westlicher Prägung einen baldigen Schwächetod voraussagen.

WELTjournal +: "Fukushima - Meine verstrahlte Tante" um 23.05 Uhr

Langeweile war seit jeher ein Fremdwort für die Tante der japanischen Filmemacherin Kyoko Miyake. Gleich drei Kleinunternehmen hatte sich Tante Kuniko, eine umtriebige Geschäftsfrau im japanischen Küstenort Namie, über Jahre hinweg erfolgreich aufgebaut. Das Betreiben einer Bäckerei, eines Bestattungsinstituts und einer Hochzeitskapelle nahm all ihre Zeit in Anspruch. Doch seit genau drei Jahren, seit dem 11. März 2011, ist Tante Kuniko zum Nichtstun verdammt. An jenem schicksalhaften Freitag wurde der einst so idyllische Urlaubsort am Pazifischen Ozean von einem verheerenden Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami schwer getroffen. Doch erst die Explosion im nahe gelegenen Atomkraftwerk Fukushima zwang alle Einwohner, ihr gesamtes Hab und Gut zurückzulassen und die Stadt auf unbestimmte Zeit zu verlassen.

Das "WELTjournal +" begleitet Tante Kuniko auf einer bildstarken Reise in die Vergangenheit von Namie, das über Jahrzehnte hinweg den vom AKW-Betreiber Tepco großzügig finanzierten nuklearen Traum lebte. Seit der Katastrophe wartet Kuniko mit ihrer Familie auf den offiziellen Beschluss, der darüber entscheidet, ob sie jemals wieder nach Namie zurückkehren kann. Rückkehr oder Neustart? Die Ungewissheit macht Kuniko schwer zu schaffen. In berührenden Interviews wird ihre zunehmende Wut auf die verantwortlichen Behörden und die Betreiber des Atomkraftwerks spürbar. Endlich wird der langersehnte Verstrahlungsreport veröffentlicht: Damit ist klar, dass Kunikos Haus inmitten der permanenten Sperrzone liegt. Mit einer Sondergenehmigung kehrt die Seniorin ein letztes Mal nach Namie zurück, um von ihrem alten Leben Abschied zu nehmen.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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