VP-Ulm ad Graffitiproblem: Wien muss Stockholm werden

Wien (OTS) - "Schmierereien sind Sachbeschädigungen und somit ein strafbarer Tatbestand. Statt weiter wegzuschauen, sollte man sich in Wien ein Beispiel an Stockholm oder anderen internationalen Städten nehmen (Köln etc.), die den Kampf gegen das Graffitiunwesen bereits seit Jahren relativ erfolgreich aufgenommen haben und handeln", fordert Ulm ein Umdenken in Wien. Es gibt keinen Bezirk, der nicht betroffen wäre. Diese Art der Eigentumsverletzung und Stadtverschandelung soll nicht länger hingenommen werden, fordert Ulm. Finden Graffitischmierereien keine Toleranz mehr, dann werden sie zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Mit dem Rückgang von Graffitis fühlen sich die Wiener/innen wieder ein Stück sicherer und Wien erhält auch ein Stück Lebensqualität zurück, ist der Sicherheitssprecher der ÖVP Wien überzeugt. Doch während man auf Seiten der Polizei tätig ist, wie allein die Verhaftungen der letzten Tage in der "Szene" zeigen, zeigt Rot-Grün nicht einmal Problembewusstsein. "Die Stadt müsste jeden Akt von Vandalismus zur Anzeige bringen und den gebührenden Respekt vor dem öffentlichen Raum einfordern", so Ulm. "Wien muss Stockholm werden, gibt es dort doch ein eigenes Programm gegen Graffiti - die Zeiten des Wegschauens und Ignorierens sind vorbei", so Ulm abschließend.

Das Stockholmer-Programm gegen Graffiti

1. Anbringen illegaler Graffitis und ähnlicher Vandalismus werden nicht akzeptiert. Dies gilt für alle Arten von Immobilien, Grundstücken, Anlagen und Fahrzeugen.

2. Die Reinigung und Entfernung von Graffiti und ähnlichem Vandalismus wird innerhalb von 24 Stunden durchgeführt (von der Entdeckung und/oder Berichterstattung), wobei Schulen und Kindergärten priorisiert werden. Gewaltbeinhaltende und rassistische Schmierereien werden umgehend entfernt. Die Handhabung und Verwendung von Chemikalien während der Graffitientfernung geht mit den ökologischen Anforderungen (Bestimmungen) der "Umweltspezifikationen zur Graffitientfernung" der Stadt Stockholm einher.

3. Durch die Reaktion und sofortiges Eingreifen, sobald die Beteiligung von jungen Menschen an Graffiti und Vandalismus vermutet wird, kann Verhalten wie Absentismus, Drogenmissbrauch und Kriminalität verhindert werden.

4. Schulbetreuer und Nachmittagsbetreuer sowie Sozialarbeiter etc. werden kontinuierlich geschult und informiert, um sicherzustellen, dass sie sich die Gefahren der Graffiti-Subkultur und deren Risikofaktoren vergegenwärtigen.

5. Jede Art von Beschmierung und Graffiti-Vandalismus wird der Polizei gemeldet, fotografiert und aufgezeichnet.

6. Jede Art von Graffiti wird von allem Mietgut (zB. Kabinen, Container etc.) vor Verwendung im öffentlichen Raum entfernt.

7. Während Rekonstruktionen, Neubauten und anderen Veränderungen der städtischen Umwelt (bzw. im öffentlichen Raum) wird die Stadt Stockholm, Entwürfe präferieren, die Graffiti und Vandalismus verhindern bzw. verunmöglichen.

8. Durch die Zusammenarbeit mit Einzelhändlern, Tankstellen, etc. wird die Verfügbarkeit von Sprühfarben und anderen Materialien des Graffiti-Vandalismus reduziert.

9. Die Stadt Stockholm wird keine Aktivitäten oder Handlungen unterstützen, die sich nicht eindeutig gegen illegale Schmierereien, Graffiti und ähnlichen Vandalismus stellen. Die Stadt wird keine Aktivitäten irgendeiner Art und in irgendeiner Weise fördern, die zu illegalen Graffitis oder anderem Vandalismus beitragen.

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