Walser: BIFIE-Daten sofort in sichere Hände

Grüne: Verschiebung der Bildungsstandard-Testung deutet auf größere Probleme beim BIFIE hin

Wien (OTS) - "Diese Verschiebung der Bildungsstandard-Testung von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek deutet auf massivere Datenschutzprobleme beim BIFIE hin, als es bislang bekannt ist", befürchtet Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, und ergänzt:
"Die Situation scheint aus dem Ruder gelaufen zu sein, darauf deutet auch der Ausstieg aus den Wiener Lesetests durch den Stadtschulrat und die angesichts der derzeit bekannten Fakten nicht nachvollziehbare Ankündigung, die Durchführung der Zentralmatura durch das BIFIE zu stoppen."

Walser fordert einen sofortigen Krisengipfel und kündigt für den morgigen Unterrichtsausschuss einen entsprechenden Vorstoß an:
"Offensichtlich befürchtet man im Ministerium, dass weitere Daten entwendet wurden, ansonsten wäre die Maßnahme der Ministerin eine unverantwortliche Panikreaktion."

Der Grüne Bildungssprecher wiederholt seine Forderung nach einer externen Datenverwaltung durch eine "Trusted Third Party" und verweist dabei auf Deutschland, wo Bildungsdaten durch ein eigenes Institut verwaltet und anonymisiert werden. Dadurch sind sie auch nicht das Monopol einer einzigen Forschungseinrichtung, sondern allen wissenschaftlich Tätigen zugänglich, ohne dass dadurch Persönlichkeitsrechte verletzt werden können.

"Zudem braucht es eine Entpolitisierung des BIFIE und ein Ende des rot-schwarzen Proporzdenkens. Die Leitung des BIFIE darf künftig erst nach vorheriger öffentlicher Ausschreibung und einem Hearing erfolgen, zudem braucht es einen politisch unabhängigen und durch Fachleute besetzten Aufsichtsrat", sagt Walser und fügt hinzu: "Klar ist auch, dass die Zentralmatura eine hoheitliche Aufgabe ist und daher zurück ins Ministerium gehört, jedenfalls aber getrennt vom BIFIE durchzuführen ist. Es kann nicht sein, dass bei einer Panne gleich der ganze Betrieb stillsteht."

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