Syrien: Zahl der leidenden Kinder verdoppelt

UNICEF-Bericht zum dritten Jahrestag der Syrien-Krise am 15.3.

Wien (OTS) - Allein im dritten Jahr hat sich laut UNICEF die Zahl der Kinder, die unter dem Syrien-Konflikt leiden, auf 5,5 Millionen mehr als verdoppelt. "Nach drei Jahren des Konflikts und Aufruhrs ist Syrien einer der gefährlichsten Orte auf der Welt für ein Kind", heißt es in dem heute - kurz vor dem dritten Jahrestag der Krise - in Genf veröffentlichten Bericht "Under Siege. The devastating impact on children of three years of conflict in Syria".

Mindestens 10.000 Kinder wurden UN-Schätzungen zufolge getötet, zahlreiche weitere Mädchen und Buben verletzt. Die Gesundheitsversorgung ist vielerorts zusammengebrochen, Nahrungsmittel sind knapp. Besonders besorgt ist UNICEF über rund eine Million Kinder, die in belagerten und umkämpften Orten Syriens weitgehend von Hilfe abgeschnitten sind. Doch auch für die 1,2 Millionen Kinder und Jugendlichen, die aus ihrer Heimat in die Nachbarländer geflohen sind, bleibt die Situation schwierig. UNICEF schätzt, dass rund zwei Millionen syrische Mädchen und Buben psychologische Hilfe brauchen.

"Dieser Krieg muss beendet werden, damit die Kinder nach Hause zurückkehren und versuchen können, ihr Leben wieder aufzubauen", sagt UNICEF-Direktor Anthony Lake. "Dieses dritte verheerende Jahr für die syrischen Kinder muss das letzte gewesen sein."

An Beispielen zeigt der Bericht "Under Siege", welche Auswirkungen der Syrien-Konflikt auf Kinder hat. Die 14 Monate alte Ghina hat die Bombardierung ihres Hauses überlebt und konnte aus den Trümmern geborgen werden, aber nachts wacht sie immer noch weinend auf. Die 5-jährige Bara'a war eines von mehr als 500 Kindern, die von UNICEF und Partnern im Februar aus der besetzten Stadt Homs gerettet wurden. Das Mädchen irrte umher; ihre Mutter war am Vortag der Evakuierung von einer Granate getötet worden. Shaza, 15, aus Aleppo erzählt: "Wir Kinder durften nicht draußen herumlaufen, weil Heckenschützen jeden Tag angriffen. Es wurde immer gefährlicher, und Gewalt war Teil unseres Alltags."

Der Bericht schließt mit der Forderung, die Gewalt gegen Kinder zu beenden, humanitären Zugang zu gewährleisten und gezielt in Bildung und psychosoziale Hilfe zu investieren.

UNICEF fordert ein Ende der Gewalt und des Leidens und hat zusammen mit Partnern eine Online-Petition auf change.org gestartet. werden. Informationen und Link zur Online-Petition auf www.unicef.at

Der Bericht sowie Fotos und Filmmaterial kostenfrei auf www.weshare.unicef.org/MediaResources

Rückfragen & Kontakt:

Sylvia Trsek
UNICEF Österreich
Tel.: 01/879 21 91-40, trsek@unicef.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | UCE0001