Zahnarzt-Klage - Königsberger-Ludwig kritisiert Standespolitik zulasten von Kindern und Menschen mit Behinderung

Zahnarzt klagt und will kostenlose Zahnbehandlungen der Gebietskrankenkassen verbieten lassen

Wien (OTS/SK) - Als "unverständlich" bezeichnet SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, die Klage eines Zahnarztes gegen die Gebietskrankenkasse in Niederösterreich, weil diese kostenlose Zahnbehandlung in Narkose für Kinder und Menschen mit Behinderung anbietet. "Das ist eine völlig überzogene Standespolitik zulasten von Menschen mit Behinderung und Kindern", kritisiert Königsberger-Ludwig am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aufgrund der Klage wegen unlauteren Wettbewerbs ist nun zu befürchten, dass es zu einer einstweiligen Verfügung kommen wird und demzufolge Kinder und Menschen mit Behinderung ohne Gratisversorgung dastehen. Seit 2008 bietet die NÖ Gebietskrankenkasse in ihren Zahnambulatorien St. Pölten und Wr. Neustadt kostenlose Zahnbehandlung in Narkose für Kinder und Menschen mit Behinderung an. ****

Die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung fordert nun die Standesvertretung der ZahnärztInnen auf, sich auf die Seite der PatientInnen zu stellen und sich für eine kostenlose Narkosebehandlung in den Zahnambulatorien der Gebietskrankenkassen auszusprechen. "Standespolitik beziehungsweise monetäre Interessen am Rücken von Kindern und Menschen mit Behinderung auszutragen, ist einer Standesvertretung nicht würdig", so Königsberger-Ludwig. (Schluss) bj/rm

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