Montecuccoli: Respekt, Achtung und Fair Play im Wald

Erholungssuchende und Freizeitsportler tragen auch Wald-Verantwortung

Wien (OTS) - Der heimische Wald, ein intaktes Ökosystem in dem sich Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen aufhalten und wohlfühlen dürfen, erlebt besonders im Frühling eine intensive Zeit. Menschen freuen sich nach den langen Wintertagen auf Aktivitäten in der Natur, Jungpflanzen sprießen und junge Wildtiere wachsen im Wald heran. Gleichzeitig werden wichtige Waldpflegemaßnahmen vorgenommen. Gerade deshalb wird an die Waldbesucher appelliert, dem Lebens- und Wirtschaftsraum Wald die nötige Achtung entgegenzubringen, auf Wild und Wald Rücksicht zu nehmen, auf gekennzeichneten Wegen zu bleiben und Hunde immer an der Leine zu führen.

"Nach dem Grundprinzip "Natur nützen, Natur schützen" sorgen rund 145.000 Waldbesitzer in Österreich verantwortungsvoll dafür, dass der Wald alle Leistungen erfüllen kann. Damit sind saubere Luft, reines Wasser, Schutz vor Naturgefahren, Erholung, vielfältiger Lebensraum und die Lieferung des Rohstoffes Holz gesichert. Waldbesitzer und Gesetzgeber übernehmen für den heimischen Wald, von dem sich 80 Prozent im Privateigentum befinden, eine hohe Verantwortung. Zum Wohle und Schutze eines intakten und gesunden Waldes, der Wildtiere und der Waldbesucher gehört daher auch die Einhaltung von Rahmenbedingungen zu einer pflichtbewussten und sorgfältigen Waldbewirtschaftung. Damit sind für alle bestimmte Rechte und Pflichten im Wald verbunden", sensibilisiert DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, und appelliert an die Waldbesucher: "Erholungssuchende und Freizeitsportler haben die Verantwortung durch Achtung, rücksichtsvolles Verhalten sowie Respekt vor den Tieren, Pflanzen und dem Eigentum den heimischen Wald zu schützen. Insbesondere jetzt im Frühjahr ist besonders Rücksicht auf die Kinderstube Wald zu nehmen. Bitte bleiben Sie daher auf gekennzeichneten und markierten Wegen abseits von Jungwald, Wildruhezonen und Fütterungen."

Der Natur mit Respekt und Achtung begegnen

"Jede und jeder hat das Recht, den Wald für Erholungszwecke zu betreten und sich dort aufzuhalten. Dabei sollte jedoch stets bedacht werden, dass alle Gäste im Wald sind und man der Natur und dem Eigentum durch achtungsvolles Verhalten Respekt erweist. Dem Spaziergang im Wald ist nichts entgegenzuhalten. Auch Laufen, Joggen und Wandern ist erlaubt, wenn dabei die wichtigsten Regeln beachtet werden. Alle Aktivitäten, die über das reine Betreten zum Erholungszweck hinausgehen, wie zum Beispiel das Lagern bei Dunkelheit, das Zelten, das Campieren, entgeltliche Wanderungen, das Reiten, das Radfahren, das Mountainbiken und so weiter, sind nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Grundeigentümers zulässig. Dies ist im Forstgesetz und im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch klar geregelt", schafft Verbandspräsident DI MONTECUCCOLI Bewusstsein, dass es im Wald Regeln und Rahmenbedingungen gibt.

Zahlreiche Initiativen für Freizeitsuchende

"Private Waldeigentümer kommen den jeweiligen individuellen und lokalen Interessen der Freizeitsportler in der Regel entgegen. Sie haben unter Berücksichtigung von einer Vielzahl an Aspekten bereits rund 23.000 Kilometer Mountainbikestrecken österreichweit und unzählige Reit- und Wanderwege für Freizeitaktivitäten in Österreich erschlossen und gekennzeichnet. Die für das Mountainbiken, Radfahren und Reiten gekennzeichneten Wege sind entsprechend gewidmet. Dies ermöglicht ein faires, konfliktfreies und vor allem für sich und andere gefahrloseres "Biken" oder "Reiten" im Wald", macht Präsident MONTECUCCOLI darauf aufmerksam, dass es zahlreiche Initiativen der Waldeigentümer für Freizeitsuchende gibt.

Waldregeln zum Schutz der Natur und zum eigenen Schutz

"Laden Freunde in die eigenen vier Wände ein, so werden die Plätze eingenommen, die der Gastgeber vorgesehen hat und man wird nicht unerlaubt in jeder Schublade stöbern. Ganz gleich verhält es sich im Wald: Es gibt Plätze, die von den Gästen des Waldes zur Erholung besucht werden dürfen und Bereiche, die der Natur und dem Wild vorbehalten sind. Solche Bereiche sind zum Beispiel Jungwälder. Damit junge Bäume, die eine Höhe von drei Metern noch nicht erreicht haben, gesund heranwachsen können, hat der Gesetzgeber dafür ein allgemeines Betretungsverbot definiert. Häufig wird vergessen, dass der Wald auch ein Arbeitsplatz ist. Das Frühjahr ist für die Forstarbeiter eine wichtige Zeit, da umfangreiche Waldpflegemaßnahmen zum Erhalt eines gesunden Waldes durchgeführt werden müssen. Dabei sind oft Maschinen im Einsatz. Die forstlichen Tätigkeiten sind gefährlich, deshalb werden zum Schutz der einzelnen Waldbesucher forstliche Sperrgebiete errichtet, die unbedingt beachtet werden müssen. Waldflächen, die etwa wegen Waldarbeiten nicht betreten werden dürfen, sind durch entsprechende Schilder gekennzeichnet", fasst DI Felix MONTECUCCOLI, die wichtigsten Regeln zusammen, die Erholungssuchende und Freizeitsportler zum Schutz der Natur und zum eigenen Schutz wissen müssen.

Rücksichtnahme auf Wildtiere

Besonders im Frühling suchen die Wildtiere nicht nur Schutz, Futter und Ruhe im Wald, sondern sie setzen auch ihre Jungen. Daher sollten sämtliche Aktivitäten wie Laufen, Wandern und Spazierengehen vorrangig auf gekennzeichneten Wegen und Routen erfolgen. Besondere Beunruhigung für die schreckhaften Wild- und Jungtiere sind Aktivitäten am Morgen, in den späten Abendstunden und in der Nacht. Daher gilt es, zu diesen Tageszeiten Waldläufe, Spaziergänge, Wanderungen quer durch den Wald über Stock und Stein jedenfalls zu vermeiden. Der Stress führt beim Wild zu einem erhöhten Energieverbrauch, was besonders im Frühling nach der entbehrungsreichen Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Die Folge davon ist ein erhöhter Nahrungsbedarf, der kompensiert werden muss.

Auch im Jagdrecht gibt es die Möglichkeit, Benützungseinschränkungen vorzusehen. Jagdliche Sperren finden etwa Anwendung im Umkreis des Fütterungsbereiches, in Wildschutzgebieten, bei Jagdgehegen und wenn Treibjagden durchgeführt werden. Waldbesucher sollten daher unbedingt Waldsperren beachten: Denn zum einen sind es Schutzvorkehrungen für Pflanzen und Tiere und zum anderen Sicherheitsvorkehrungen für die Waldbesucher selbst.

Miteinander durch "Natur nützen und schützen" und Fair Play "Zum Wohle aller sollte von jedem von uns die Bereitschaft für ein Miteinander im Wald gegeben sein, um unseren heimischen Wald und seine vielfältigen Leistungen langfristig durch Nützen und Schützen zu erhalten", so MONTECUCCOLI abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Land&Forst Betriebe Österreich
Mag.(FH) Brigitte Klauser
Kommunikation und Public Affairs
Tel.: +43-1-533 02 27-21
klauser@landforstbetriebe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LUF0001