Onodi/Kadenbach: Tierschutz muss noch höheren Stellenwert haben

Der Umgang mit Tieren verrät viel über eine Gesellschaft

St. Pölten (OTS/SPI) - Das Thema Tierschutz auf europäischer Ebene stand am Donnerstag auf der Tagesordnung des Niederösterreichischen Landtages. In einem einstimmigen Beschluss fordern alle im Landtag vertretenen Parteien die Bundesregierung auf, bei der Europäischen Union darauf hinzuwirken, dass rigorose Kontrollen zur Einhaltung der EU-Tierschutzvorgaben im Sinne einheitlicher europäischer Standards in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden und erfolgen. "Die meisten Aspekte des Tierschutzes fallen, entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip, in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten. Während in einigen Staaten bereits sehr hohe Standards gelten, herrschen in anderen zum Teil katastrophale Zustände. Oft werden weder die bestehenden nationalen Tierschutzgesetze eingehalten noch die aufrechten EU-Vorschriften. Die Missstände reichen dabei von Massentötungen von Straßenhunden bis hin zu wirklich unvorstellbaren Verhältnissen in der Nutztierhaltung", erläutert die Tierschutzsprecherin der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Heidemaria Onodi, einige der Beweggründe für die Behandlung des Themas im Niederösterreichischen Landtag. Die Probleme reichen dabei von drastischen Zuständen in der Schweinemast, um den Gewinn zu maximieren, über nicht geregelte Fragen des Tiertransports bis hin zum illegalen Handel mit oft kranken Hunden aus den Oststaaten oder dem tierquälerischen Lebendrupf von Gänsen zur Federn- und Daunengewinnung.

Für den verstärkten Tierschutz auf europäischer Ebene macht sich auch MEP Karin Kadenbach stark: "Mir ist es ein Anliegen, zusammen mit anderen sozialdemokratischen Abgeordneten im Europäischen Parlament in der 'Animal-Welfare-Intergroup' Lösungen zu finden. Wir versuchen auch möglichst alles daran zu setzen eine einheitliche Strategie zum Tierschutz in der EU durchzusetzen. Es gibt ja bereits verschiedene Initiativen, wie etwa im Herbst des Vorjahres eine erste europäische Konferenz zum Schutz von Hunden und Katzen, die auf Initiative der Kommission und der litauischen Ratspräsidentschaft abgehalten wurde. Ich habe im Vorjahr eine Anfrage bezüglich der Überprüfung der Tierschutzstandards vor der Finanzierung von Nutztierhaltungen durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gestellt", erläutert MEP Karin Kadenbach einige Eckpunkte der politischen Arbeit in Sachen Tierschutz auf europäischer Ebene. "Gesetze auf europäischer Ebene entstehen durch Initiativvorschläge der Europäischen Kommission, also ist es das Ziel hier verstärkt Gehör zu finden. Beispielsweise soll derzeit ein Initiativvorschlag entstehen, in dem erstmals der Schutz von Haustieren Berücksichtigung findet. Das wäre ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung", so Kadenbach weiter.

"Dem Tierschutz in Zukunft auf europäischer Ebene einen höheren Stellenwert einzuräumen und letztendlich einheitliche - und vor allem ausreichend hohe - Tierschutzstandards zu haben, ist ein Ziel, das es in den nächsten Jahren mit Vehemenz weiter zu verfolgen gilt. Denn der Umgang mit Tieren sagt nicht zuletzt sehr viel über unsere Gesellschaft aus", betonen LAbg. Onodi und MEP Kadenbach abschließend.

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