JG-Gremel: SPÖ-Wien für ein modernes Urheberrecht!

"Eine Festplattenabgabe kann diesem Ziel nicht gerecht werden"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte haben die Nutzungshandlungen von urheberrechtlich geschütztem Material maßgeblich gewandelt. Es braucht daher auch neue Modelle zur Vergütung des Rechts auf Privatkopie, die den Kunstschaffenden aufgrund ihrer Urheberrechte zustehen. Dafür gibt es aber wesentlich geeignetere und modernere Modelle, als die alte Leerkassettenvergütung als Festplattenabgabe einfach fortzuführen", so der Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ-Wien, Marcus Gremel.

"Tatsache ist, dass die Leerkassette in den frühen neunziger Jahren vor allem dafür da war, Musik vom Radio oder von einer anderen Kassette aufzunehmen, um die Werke für den privaten Gebrauch zu vervielfältigen", erläutert Gremel. Mit Festplatten, Speichersticks und Rohlingen könne man aber viel mehr als diese Privatkopie erstellen: "Und in erster Linie werden damit auch andere Dinge gemacht, wie zum Beispiel Urlaubsfotos, oder private Dokumente gespeichert. Eine Urheberrechtsabgabe auf alle Speichermedien ist daher weder vernünftig noch praktikabel."

Für ein modernes Urheberrecht gäbe es laut Gremel jedoch noch viel mehr Herausforderungen: "Damit es wirklich fit für das 21. Jahrhundert wird, braucht es transparente Strukturen in den Verwertungsgesellschaften, ein UrheberInnenvertragsrecht als echte Unterstützung der Kunstschaffenden, eine transparente Abgabenfestlegung, mehr Rechtssicherheit für alle und die Mitsprache von KonsumentInnenvertreterInnen."

Beschlossen wurde diese Positionierung laut Gremel auch am letzten Wiener Landesparteitag: Die Haltung der SPÖ-Wien sei damit klar und eindeutig und lautet auf das Ziel

- eines modernen Urheber- und Verwertungsgesellschaftenrechts, um zukünftig ein transparentes und dauerhaft rechtssicheres System eines gerechten Ausgleichs zwischen UrheberInnen und KonsumentInnen zu schaffen, das nicht ausschließlich den Mainstream fördert und die Nutzung des kreativen Potentials in Österreich anregt

und

- ein klares Bekenntnis zu den Urheberrechten der Kunstschaffenden und eine gerechte Abgeltung des Rechts auf Privatkopie zu erreichen. Die Besteuerung von Speichermedien kann diesem nicht gerecht werden.

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