SJ-Moitzi: Moderne UrheberInnenrechtsreform statt Festplattenabgabe!

Präventivstrafen einzuheben ist definitiv der falsche Weg - Entkriminalisierung und Datenschutz der UserInnen müssen im Vordergrund einer Reform stehen

Wien (OTS) - Die Festplattenabgabe ist aus Sicht der Sozialistischen Jugend Österreich abzulehnen: "Erstens ist es skandalös Präventivstrafen einzuheben und generell alle unter Generalverdacht zu stellen, ohne dabei die Rechtssicherheit der KonsumentInnen zu erhöhen. Zweitens würde auch der unfaire Schlüssel der Aufteilung der Gelder nach Verkaufszahlen der KünstlerInnenszene ohnehin nicht wirklich nachhaltig helfen und wird den tatsächlichen Konsum nicht gerecht. Das aktuelle UrheberInnenrecht bedenkt nicht die Interessen der KünstlerInnen, sondern der Verwertungsindustrie, die sich an ihren bevorzugten Status klammert und sich gegen Veränderungen zur Wehr setzt. Es gilt deshalb die UrheberInnen und KünstlerInnen zu stärken, und einen angemessenen finanziellen Ausgleich für die Nutzung ihrer Werke zu garantieren."

"Diesbezüglich steht die SJ Formen der Internetabgabe offen gegenüber, wehrt sich aber gegen die Idee einer Festplattenabgabe, da nicht nur urheberrechtlich geschütztes Material, sondern auch private Dokumente darauf gespeichert werden und somit der Verwendungszweck vielseitig ist. Wir wollen die Kriminalisierung der nicht-kommerziellen Nutzung urheberInnenrechtlich geschützter Werke im Internet beenden und befristete Rechte der Nutzungsmöglichkeiten für die UrheberInnen ermöglichen, sodass diese von ihren Werken leben können und sich ihr Aufwand auch finanziell profitiert hat", fordert Moitzi abschließend.

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