"kreuz und quer" am 20. August: Teil 3 der Dokuserie "Morgenland"

Danach: Studiogespräch mit Gudrun Harrer zur Lage in Ägypten und Diskussion zum Thema "Islam in Europa 2025 - Eine Zukunftsvision"

Wien (OTS) - In der Neuzeit verschoben sich die Machtverhältnisse zwischen Morgenland und Abendland, zwischen den christlichen Machtblöcken und den schwindenden islamischen Reichen. Was lief schief in ihrer gemeinsamen Geschichte - wo wandten sich die Kulturen voneinander ab, wo fanden sie zueinander? "kreuz und quer" -präsentiert von Christoph Riedl - zeigt am Dienstag, dem 20. August 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 mit "Imperien am Scheideweg" den dritten Teil des "kreuz und quer"-Dreiteilers "Morgenland".

Danach folgt ein Studiogespräch mit Christoph Riedl und der Journalistin und Nahostexpertin Gudrun Harrer zur aktuellen Lage in Ägypten, wo ein Machtkampf am Rande des Bürgerkriegs tobt. Welche Rolle spielt die Religion in diesem Konflikt?

Unter dem Titel "Islam in Europa 2025 - Eine Zukunftsvision" diskutieren um 23.15 Uhr unter der Leitung von Doris Appel die Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Carla Amina Baghajati, die Autorin und Schriftstellerin Sineb El Masrar, die Philosophin Cornelia Klinger, der Islamwissenschafter Mouhanad Khorchide und der Politologe Thomas Schmidinger u. a. darüber, wie sich Musliminnen und Muslime ein Europa im Jahr 2025 vorstellen und welchen Herausforderungen sich der Islam bzw. Musliminnen und Muslime in Europa zu stellen haben.

"Morgenland (3) - Imperien am Scheideweg" - Ein Film von Daniel Gerlach & Georg Graffe

"Imperien am Scheideweg", der dritte Teil der Morgenland-Serie, erzählt 400 Jahre Weltgeschichte. Im Jahr 1683 erzittert das Abendland ein letztes Mal vor dem Islam - als der osmanische Großangriff auf Wien verhindert wird. Zugleich tauchen muslimische Piraten an Europas Küsten auf, treiben Sklavenhandel mit Christen. Das Zeitalter der Entdeckungen ist in vollem Gange - aber es findet ohne die Muslime statt. Der europäische Kolonialismus erblüht und bedrängt die großen islamischen Imperien Indien, Persien und Osmanisches Reich. Die Gegensätze verhärten sich, gleichzeitig steigt aber in den Salons der Bourgeoisie Europas das schöngeistige Interesse an Poesie und Exotik des Morgenlandes.

Im 19. Jahrhundert häuft der Westen Macht und Kapital an - und in der Wüste Arabiens hat die konservative Bewegung der Wahhabiten Erfolg. Erneuerungs- und Erlösungsbewegungen wie der Aufstand des Mahdi gegen die Engländer zeugen von der Vitalität des Islam. Verzweifelt versuchen Gelehrte auf beiden Seiten, den arabischen Rückstand zu erklären: Blockierte das Bilderverbot die Verbreitung von Wissen? Standen Lebensregeln des Islam dem Fortschritt entgegen? Oder trägt der Westen mit seinem Kolonialismus die Hauptschuld?

Dialog zwischen den Kulturen: Nach dem Ersten Weltkrieg vertieft sich die Kluft zwischen Orient und Okzident und führt in die heutige konfliktgeladene Situation. "Morgenland - Imperien am Scheideweg" will durch überraschende Fakten mit einigen Vorurteilen aufräumen und die Chancen eines Dialogs zwischen den Kulturen aufzeigen. Die Dokumentation wurde in sieben islamischen Ländern gedreht, die aufwendigen Spielszenen entstanden in den renommierten Atlas-Filmstudios im marokkanischen Ouarzazate.

"kreuz und quer"-Diskussion zum Thema "Islam in Europa 2025 - Eine Zukunftsvision"

Der Islam ist Teil der europäischen Zukunft und wird in den meisten Staaten der EU eine wachsende Rolle spielen. Die Diskussion darüber, wie sich diese Religion mit ihren in Asien und Afrika gelegenen Gravitationszentren vereinbaren lässt mit jenen Vorstellungen vom Aufbau einer Gesellschaft, die in Europa seit einigen Jahrzehnten vorherrschen, wird immer wichtiger. Wie stellen sich Musliminnen und Muslime ein Europa im Jahr 2025 vor? Welche Gesellschaft haben sie vor Augen? Welches politische System? Welchen Islam? Welches Frauenbild?

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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