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OTS0086   11. Juli 2013, 11:17

Energieschub für betriebliches Energiemanagement durch EU-Förderung

WKÖ-Schwarzer: Win-Win-Modell zur Steigerung der Energieeffizienz und Kostensenkung expandiert in sechs weitere EU-Staaten


Bereits seit zehn Jahren laufen in Österreich erfolgreich Lehrgänge für betriebliche Energiemanager nach der EUREM (Europäisches Energiemanagement)-Formel. Jetzt startet der Lehrgang, der bis dato in zehn EU-Staaten angeboten wird, auf noch breiterer Basis durch: Mit Hilfe einer EU-Förderung soll er nun auch in Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien und Zypern Betrieben helfen, ihren Energieverbrauch und ihre Energiekosten zu senken.

Österreich war durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) maßgeblich beim Aufbau dieses Erfolgskurses beteiligt. Mehr als 400 Absolventen sind als Energiemanager hierzulande bereits im Einsatz, um Energiefresser aufzuspüren und modernste Technologien einzusetzen. "Heuer werden wir in Österreich bei den jährlichen Energieeinsparungen durch das Programm die Schallmauer von einer Million Megawattstunden durchbrechen", freut sich Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik. Neben Wien laufen die Lehrgänge auch schon am Bodensee sowie in Graz, um die steigende Nachfrage seitens der Unternehmen zu befriedigen.

Europaweit mehr als 3.000 diplomierte EUREM-Energiemanager

Das neue Projekt, dem die Europäische Kommission eine Förderung aus dem Programm Intelligent Energy Europe zuerkannt hat, erweitert die Länderkulisse, vertieft die Zusammenarbeit der Träger, zu denen die WKÖ gehört, und nutzt die Erfahrungen des über Europa gespannten Netzwerks. "Den Energieschub können wir auch für die Weiterentwicklung des Lehrgangs und für die Qualitätssicherung sehr gut nutzen", unterstreicht Schwarzer. "Die mehr als 3.000 diplomierten Absolventen aus ganz Europa werden Gelegenheit bekommen, der Politik und der Gesetzgebung im Lichte ihrer praktischen Erfahrungen Empfehlungen zu geben, wie sie Energiemanagement am besten unterstützen können."

Die Europäische Kommission setzt zu Recht auf Multiplikatoren. Ihre eigentliche Mission erfüllen die mit dem EUREM-Diplom Ausgezeichneten erst nach Abschluss des Kurses, denn nach dem Musterprojekt, das im Lehrgang auszuarbeiten ist, betreuen die Energiemanager meist weitere, noch größere und ergiebigere Vorhaben.

Für den Praxisbezug des EUREM spricht, dass drei Viertel der Lehrgangsprojekte von den Geschäftsleitungen umgesetzt werden. Dass sich etwa die Hälfte dieser Projekte schon innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisieren, schont den Steuerzahler, da ihre Realisierung auch ohne Förderungen möglich ist.

Schwarzer: "Mit EUREM unterstützt die Europäische Kommission ein absolutes Win-Win-Modell für die Erreichung ambitionierter unionsrechtlich festgelegter Ziele der Energieeffizienzsteigerung und des Klimaschutzes. Was in Österreich und neun anderen EU-Ländern prächtig floriert, kann nun auch in den neuen EUREM-Ländern Früchte tragen". (PM)

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Dr. Stephan Schwarzer
Telefon: +43 (0)5 90 900 4195
Fax: +43 (0)5 90 900 269
E-Mail: stephan.schwarzer@wko.at

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