• 18.06.2013, 20:02:50
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Bundeskanzler Faymann: Gemeinsam für ein starkes, faires und soziales Europa

Kanzler bei der Eröffnung des ÖGB-Bundeskongresss im Wiener Austria-Center

Utl.: Kanzler bei der Eröffnung des ÖGB-Bundeskongresss im Wiener
Austria-Center =

Wien (OTS) - "Solange es Millionen Arbeitslose in Europa gibt, wäre
es zynisch zu sagen, die Krise ist vorbei. Die Chancenlosigkeit von
rund fünf Millionen Jugendlichen ist keine gute Basis für ein freies
und noch weniger für ein faires Europa. Wir müssen daher den Gedanken
der Solidarität, das gemeinsame Eintreten für ein menschenwürdiges
Leben mehr denn je stärken", sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei
seiner Begrüßungsrede beim ÖGB-Kongress in Wien. "Denn nur, wenn die
Menschen das Gefühl haben, sie haben eine Chance, sie werden fair
behandelt und können von ihrer Arbeit auch leben, sind sie eine
starke Basis für ein friedliches Europa."

"Ich bin stolz, Bundeskanzler in einem Land zu sein, in dem die
Sozialpartner viel dazu beigetragen habe, dass wir mit der geringsten
Arbeitslosigkeit und ebenso mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit
in Europa dastehen. Wir haben uns in der Krise nicht versteckt, wir
haben die Ärmel aufgekrempelt und in Beschäftigung, Bildung,
Forschung und Entwicklung investiert. Wir haben die
Ausbildungsgarantie eingeführt und mit Kurzarbeit die schlimmsten
Zeiten überbrückt. Wir haben der Krise entgegen gehalten, das ist
Aufgabe der Regierung", so Faymann weiter.

Freilich habe die Finanzmarktkrise auch Österreich getroffen und
Banken mussten gerettet werden. "Aber es kann nicht sein, dass die
Steuerzahler allein die Suppe auslöffeln müssen. Wir haben daher die
Bankenabgabe eingeführt und ich möchte, dass dies in der nächsten
Legislaturperiode fortgesetzt wird. Der Finanzsektor muss seinen
Beitrag leisten. Das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler
brauchen wir dafür, um in Bildung, Forschung und Entwicklung
investieren zu können und ein menschenwürdiges Leben zu
gewährleisten", sagte der Kanzler. "Solidarität heißt, dass wir
gemeinsam verantwortlich für soziale Sicherheit, ein funktionierendes
Gesundheitssystem und bestmögliche Bildung sind. Das ist wichtig für
uns alle und für die Chancen der nächsten Generationen. Dafür
brauchen wir die gute Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und einen
respektvollen Umgang miteinander."

Bundeskanzler Faymann zeigte auch Sympathie für die Forderung der
Gewerkschaft, den Zugang zu einer sechste Urlaubswoche mehr Menschen
zugänglich zu machen.

Für viele europäische Regierungschefs sei Österreich Vorbild, betonte
Faymann, sowohl bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wie beim
Kampf gegen die Armut. "Den Reichtum einer Gesellschaft kann man
darin messen, wie sie mit den Schwächsten umgeht. In diesem Sinn
müssen wir gemeinsam für ein starkes, faires und soziales Europa
eintreten", schloss der Bundeskanzler.

Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes,http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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