• 17.06.2013, 10:58:23
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WWF: Schluss mit der Hetze auf geschützte Tierarten

Illegale Wolfsaussiedlungen durch Tierschützer sind Nonsens

Utl.: Illegale Wolfsaussiedlungen durch Tierschützer sind Nonsens =

Wien (OTS) - Der WWF reagiert mit Empörung auf die Behauptung der
steiermärkischen Jägerschaft, dass Tierschutzorganisationen illegal
Wölfe aussetzen würden. "Landesjägermeister Gach sollte eigentlich
wissen, dass es nicht notwendig ist, Wölfe auszusetzen. Sie kommen
von selbst zurück, weshalb man Wege des Zusammenlebens finden und
geeignete Maßnahmen treffen muss, statt diesen Wildtieren ihr
Daseinsrecht abzusprechen", erklärt Christian Pichler vom WWF.

Der WWF erinnert die steirische Jägerschaft auch daran, dass sie
immer wieder betont, auf dem natürlichen Weg zuwandernde Beutegreifer
wie Wolf und Bär seien willkommen.

Immerhin haben Vertreter der Jägerschaft mit dem WWF, Behörden und
Interessensvertretern im Jahr 2012 einen Wolfmanagementplan erstellt.
Dieser gemeinsame Aktionsplan soll auf die Wiederkehr des Wolfes
vorbereiten und regelt unter anderem auch die behördliche Abgeltung
von Schäden an Nutz- und Weidetieren.

"Illegale Aussiedelungen in den Raum zu stellen und dabei auf den WWF
zu schielen verletzt die zuletzt mühevoll aufgebaute Kooperation von
Jägern, Landwirten und Naturschützern", so Pichler. Der Jagdverband
solle vielmehr den selbst unterzeichneten Kompromiss verstärkt an
seine Mitglieder kommunizieren und sachliche Information etwa zum
Schutz der Nutz- und Weidetiere weitertragen, regt der WWF an.

Die natürliche Einwanderung des Wolfes nach Österreich erfolgt aus
drei verschiedenen Richtungen - nämlich aus der Schweiz und Italien,
den Karpaten und dem slowenisch-kroatischen Raum. So ist der
slowenische Wolf "Slavc" im Jahr 2012 über Kärnten, die Steiermark
und Salzburg bis nach Italien gewandert und hat sich nun in der Nähe
von Verona niedergelassen. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass
Wölfe immer und überall in Österreich auftreten können.

Dass seit einigen Jahren verstärkt Wölfe auftreten, ist typisch für
die Lebensweise des Wolfes und seine Anpassungsfähigkeit. Außerdem
zeigt sich dadurch, dass noch immer geeigneter Lebensraum für die Art
in Österreich vorhanden ist. Daher sollten die Wölfe wieder als
Bestandteil der heimischen Tierwelt akzeptiert werden.

Zur allfälligen Gefährdung von Hunden durch Wölfe ist anzumerken,
dass Hunde im Wald grundsätzlich an der Leine geführt werden sollten.
Dies ist auch im Interesse aller freilebenden Wildtiere.

Der Wolf ist sowohl im internationalen Naturschutz, als auch im
Rahmen der österreichischen Naturschutz- und Jagdgesetzgebung eine
geschützte Tierart.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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