- 30.05.2013, 12:12:21
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Mitterlehner: Standort Österreich braucht Gründerwelle und keine Umverteilungsfantasien
Wirtschaftsminister zu IMD-Ranking: Unternehmen entlasten, Re-Industrialisierung einleiten und Umsetzung neuer Ideen erleichtern - Europa leidet unter Wachstumsschwäche
Utl.: Wirtschaftsminister zu IMD-Ranking: Unternehmen entlasten,
Re-Industrialisierung einleiten und Umsetzung neuer Ideen
erleichtern - Europa leidet unter Wachstumsschwäche =
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner betont
angesichts des am Donnerstag veröffentlichten IMD-Rankings, dass der
andauernde Ruf nach neuen Steuern den Wirtschaftsstandort Österreich
belastet. "Unsere Steuer- und Abgabenquote ist schon jetzt zu hoch.
Deshalb werden die Umverteilungsdebatten und die Forderungen nach
einer Vermögenssteuer aus Sicht der befragten Manager besonders
negativ bewertet und schaden somit dem Standort. Anstatt
Umverteilungsfantasien zu pflegen, sollte sich daher auch der
Regierungspartner darauf konzentrieren, wie wir die Wirtschaft
stärken, eine neue Gründerwelle auslösen und die
Re-Industrialisierung einleiten", sagt Mitterlehner. "Wir wollen
unsere Leitbetriebe und KMU als Partner unterstützen und keine neuen
Hürden wie eine sechste Urlaubswoche aufbauen. Umso wichtiger sind
Maßnahmen wie die GmbH-Reform, unsere Jungunternehmeroffensive und
die Entrümpelung der Gewerbeordnung", so Mitterlehner. Fortgesetzt
wird auch die Internationalisierungs-Offensive, die die Erschließung
neuer Märkte mit neuen Produkten vorantreibt. "Eine Diversifizierung
der Exporte ist ein Schlüsselrezept für mehr Wettbewerbsfähigkeit",
betont Mitterlehner.
Mit Blick auf die IMD-Ranking-Ergebnisse stellt Mitterlehner fest,
dass Europa unter seiner Wachstumsschwäche und dem zu wenig
entfesselten Binnenmarkt leidet: "Aufgrund der dynamischeren Länder
in anderen Weltregionen verschieben sich weltweit die Kräfte und das
kommt auch in den Rankings zum Ausdruck." Insgesamt haben sich gleich
14 EU-Länder verschlechtert. Österreich hat seine neunte Position im
EU-Vergleich gehalten, wurde aber in der weltweiten Rangliste von
China und Korea überholt und liegt dort jetzt auf Platz 23 von 60
untersuchten Ländern. Zum Vergleich: Im jüngsten Ranking des
World-Economic-Forums hat sich Österreich unter 144 Ländern um drei
Plätze verbessert - von Platz 19 auf Platz 16.
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Gleichzeitig bekräftigt Mitterlehner, dass Österreich bei den
Fundamentaldaten weiterhin gut aufgestellt ist: "Wir haben zwei Mal
in Folge einen Exportrekord geschafft, was die Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen und die guten Rahmenbedingungen am Standort belegt.
Zudem wachsen wir heuer schon das zwölfte Jahr in Folge schneller als
die Eurozone und halten seit 24 Monaten die niedrigste
Arbeitslosenquote in der EU", betont Mitterlehner. "Allerdings dürfen
wir uns auf diesen guten Zahlen nicht ausruhen, sondern müssen
laufend weitere Anstrengungen setzen", so Mitterlehner. Als besonders
positives Signal wertet Mitterlehner den Anstieg der
Forschungsausgaben auf das neue Rekordniveau von rund neun Milliarden
Euro im Jahr 2013. "Durch mehr Innovationen gewinnen wir die
Zukunft", betont Mitterlehner.
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