- 30.05.2013, 11:34:48
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Mitterlehner kürte Sieger von Jugend Innovativ 2013
Größter österreichischer Schulwettbewerb: Innovative Schüler-Teams aus Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark ausgezeichnet

Utl.: Größter österreichischer Schulwettbewerb: Innovative
Schüler-Teams aus Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol und
der Steiermark ausgezeichnet =
Wien (OTS) - Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner
zeichnete am Mittwochnachmittag an der FH Campus Wien die
Sieger-Teams der 26. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ aus und
würdigte die Spitzenleistungen der talentierten Schülerinnen und
Schüler. Sieben junge Teams aus Wien, Niederösterreich, Salzburg,
Tirol und der Steiermark konnten sich in ihren Kategorien gegen
insgesamt 528 eingereichte spannende Projekte durchsetzen. "Jugend
Innovativ fördert den Forschergeist und die Teamfähigkeit, weil
spannende neue Ideen gemeinsam umgesetzt werden", sagte Mitterlehner
bei der Auszeichnung. "Alle Teilnehmer erwerben
Schlüsselqualifikationen für ihre spätere Berufskarriere und knüpfen
wichtige erste Kontakte zur Wirtschaft. Das stärkt die
Innovationskultur, die wir dringend brauchen, um auch in Zukunft
Wohlstand und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern", betonte
Mitterlehner. "Heuer unterstützen wir die Finalisten daher nicht nur
mit Geldpreisen und Reisen zu internationalen Wettbewerben, sondern
helfen ihnen erstmals auch dabei, ihre Erfindung patentieren zu
lassen."
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied gratulierte allen
TeilnehmerInnen des Schulwettbewerbs: "Dass es der Jury gar nicht so
leicht fiel, aus der Fülle der angebotenen Projekte letztlich sieben
Teams auszuwählen, ist nachvollziehbar. Ich gratuliere den
Siegerprojekten und beglückwünsche gleichzeitig alle anderen Teams zu
ihren hervorragenden Arbeiten - unsere Schülerinnen und Schüler
beweisen mit Jugend Innovativ in einem einzigen Wettbewerb, dass sie
sowohl internationale Spitzenleistungen erbringen können als auch die
für die Spitze notwendige breite Basis vorhanden ist. Das Fundament,
auf dem diese Leistungen wachsen können, ist das starke öffentliche
Bildungssystem in Österreich, auf das ich stolz bin und für dessen
Zukunft wir gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern täglich
engagiert eintreten müssen."
Kreative Entwicklungen und wissenschaftliche Ergebnisse
In der aktuellen Wettbewerbsrunde stellten 1.663 Schülerinnen und
Schüler mit 528 innovativen Projekten in den Kategorien Design,
Business, Science, Engineering sowie den Sonderpreis-Kategorien
Sustainability der Raiffeisen Klimaschutz Initiative, idea.goes.app
von T-Systems Austria und tech&society von Saturn, ihr Können unter
Beweis. Den Einzug ins dreitägige Bundes-Finale des
Innovationswettbewerbs hatten 34 Teams geschafft. Im Finale setzten
sich folgende sieben Projekte durch (Fotos von den Preisträgern sowie
die detaillierten Projektbeschreibungen sind unter
www.jugendinnovativ.at abrufbar):
Engineering: Der erste Platz in der Kategorie Engineering ging an
drei Schüler der HTBLuVA Mödling. Die Jungtechniker Dominik Kovács,
Thomas Steinlechner und Yuki Trippel entwickelten im Auftrag einer
Wiener Privatklinik ein neuartiges Operationswerkzeug namens
"Anastomose Robot Tool - ART". Dank dieses mobilen Werkzeugs ist bei
einer OP zur Tumorentfernung am Darm das Verbinden der abgetrennten
Enden minimal invasiv und damit weniger risikoreich möglich. Zudem
können alle Bewegungen, die der Chirurg bisher manuell mit dem
herkömmlich verwendeten Instrument "Circular Stapler" durchgeführt
hat, mit dem ART in elektromechanischer Weise ausgeführt werden.
Business: Mit dem Hauptpreis in der Kategorie Business wurde das
Projekt "Asyl - Start Your Life" der BHAK Telfs ausgezeichnet. Die
drei Schülerinnen Selina Neuner, Katrin Oppeneiger und Michelle Uitz
haben es sich im Rahmen ihres Projekts zur Aufgabe gemacht,
Asylwerbenden in zwei Tiroler Flüchtlingsheimen den Start in ihr
weiteres Leben in Österreich zu erleichtern. Unter anderem
gestalteten sie eine mehrsprachige Willkommensmappe und eine Webseite
mit einem Pool zur Arbeitsvermittlung zwischen Asylwerbenden und
öffentlichen Institutionen. Zudem wurde ein örtlicher Verein für
Nächstenhilfe miteingebunden, der die Kooperation mit den
Flüchtlingsheimen auch nach Abschluss des Schulprojekts fortsetzen
wird.
Science: In der Kategorie Science konnten die beiden Schüler
Lorenz Leutgeb und Moritz Wanzenböck von der HTL Ottakring die
Expert/innen-Jury mit ihrem Projekt "Variable Neighbourhood Search
for the Partition Graph Coloring Problem" überzeugen. Sie
entwickelten einen Algorithmus, der dazu verwendet werden kann,
bestehende Glasfasernetze zur Datenübertragung leistungsmäßig zu
optimieren. Hinter dieser Optimierungsaufgabe steht eine höchst
komplizierte mathematische Gleichung, die mit herkömmlichen Mitteln
nicht lösbar ist. Dieses aus dem Bereich der Graphentheorie stammende
Problem wurde von den Schülern in Form eines ausgeklügelten
Algorithmus gelöst, der in ein Computerprogramm integriert wurde.
Design: In der Kategorie Design ging der Hauptpreis an ein Trio
der Graphischen in Wien für ihr Projekt "Third Generation". Mafalda
Rakos, Iuna Vieira und Raphael Reichl gestalteten ein
sozialdokumentarisches Fotobuch über den Nahostkonflikt aus Sicht der
dritten Generation - nicht umfassend und theoretisch, sondern anhand
von Einzelschicksalen. Ausgerüstet mit Kameras und Diktiergeräten
begaben sie sich auf die Reise und interviewten getrennt voneinander
israelische und palästinensische Jugendliche und Familien, um die
einzelnen Leben Schritt für Schritt zu einem differenzierten
Gesamtbild zusammenzusetzen. Das fertige Werk kann sich sehen lassen!
Sonderpreis "idea.goes.app Award" von T-Systems Austria:
Verbessern, verändern, erneuern: Mit diesem Appell richtete sich
T-Systems Austria als langjähriger Kooperationspartner an junge
Talente mit innovativen, praktischen und smarten Ideen für
App-Konzepte oder -Entwicklungen für die Bereiche Gesundheit, Energie
und Mobilität. Der "idea.goes.app Award" ging an fünf Schüler der HTL
3 Rennweg in Wien. Michael Dunkel, Nikolaus Müller, Oliver Schebesta,
Georg Schneider und Philipp Unger entwickelten eine innovative
Android-Applikation namens "Remotely", die es ermöglicht,
Bildschirmpräsentationen für alle Zusehenden direkt auf ihre
persönlichen Tablet-PCs zu beamen. Der Clou dabei ist die Verwendung
zweier Tools, die plattformübergreifend funktionieren: HTML5 zur
Erstellung und das altbekannte PDF zur Ansicht. Die Zuhörer/innen
benötigen dazu die remotely-App nicht, sie können über einen Link
online auf die Präsentation zugreifen.
Sonderpreis "Sustainability Award" der Raiffeisen Klimaschutz
Initiative: Innovative Ideen, Konzepte und Projekte, die die
Nachhaltigkeit im Alltag und Arbeitsumfeld fördern, stehen im
Mittelpunkt des von der Raiffeisen Klimaschutz Initiative gestifteten
Sonderpreises. Der diesjährige "Sustainability Award" ging an die
Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrgangs der HLFS Ursprung in
Elixhausen bei Salzburg für ihr Projekt "Soilution - Erde mit
Zukunft". Im Sinne einer Entlastung der Umwelt haben die
Schüler/innen einen Weg gefunden, Kohlendioxid durch das Einbringen
von Kohle langfristig im Boden zu speichern. Zudem verbessert dieses
als "Terra preta" bekannte Verfahren auch langfristig die
Bodenqualität durch Vermeidung von Auswaschungen. Zusätzlich wird der
geringe Borgehalt des Ausgangsmaterials zur Versorgung mit
Nährstoffen herangezogen.
Sonderpreis "tech&society" von Saturn: Die Technik von morgen
schon heute - so heißt die Herausforderung, der sich Saturn stets
aufs Neue stellt. Mit dem neu geschaffenen Sonderpreis "tech&society"
fördert Saturn die aktive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten
moderner Technik und den damit verbunden Themen wie Sicherheit,
Vernetzung, Lebensqualität und die gesellschaftliche Verantwortung
eines jeden Einzelnen von uns. Dieser Herausforderung haben sich
Georg Adelmann, Markus Taus, Christoph Teni und Simon Wünscher von
der BHAK Weiz mit der Entwicklung von "Gestures-Interpreter-Platform
(GIP)" gestellt. "GIP" schafft barrierefreie Kommunikation von Mensch
zu Mensch oder, genauer gesagt, von Mensch zu Gerät und dann von
Gerät zu Mensch. Das Team entwarf eine Anwendung mit dem Namen "SLIP
- Sign-Language-Interpreter-Platform", um eine Schnittstelle zwischen
gehörlosen und hörenden Menschen auf Basis der Gebärdensprache zu
schaffen. Ziel war es, einen Datenhandschuh zu entwickeln, der die
Gesten der deutschen Gebärdensprache mittels Motion Tracking an einen
Computer weiterleitet, damit dieser die verstandenen Bewegungen in
die deutsche Sprache übersetzt.
Attraktive Preise für die talentierten Nachwuchsforscher/innen
Die Siegerinnen und Sieger von Jugend Innovativ erhielten
Geldpreise in der Höhe von insgesamt rund 35.000 Euro. Zudem werden
die Teams zu internationalen Innovations- und
Wissenschaftswettbewerben in Europa und in die USA entsandt. "Die
Finalistinnen und Finalisten erhalten so die Chance, ihre im Rahmen
von Jugend Innovativ erworbenen Erkenntnisse und Projektresultate
auch im internationalen Umfeld zu präsentieren und Erfahrungen auch
außerhalb unseres Landes zu sammeln. Für viele ist das ein erster
wichtiger Karriereschritt und eine Möglichkeit, sich wertvolle
Qualifikationen für den späteren Berufseinstieg anzueignen", betont
Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice
(aws), der abschließend nochmals allen Preisträgerinnen und
Preisträgern gratulierte.
Jugend Innovativ fördert Schlüsselqualifikationen für die
Berufskarriere
Jugend Innovativ ist der größte österreichweite Schulwettbewerb
für innovative Ideen. Der jährlich stattfindende Wettbewerb wird vom
Wirtschafts- und Jugendministerium sowie vom Unterrichtsministerium
finanziert und von der Förderbank austria wirtschaftsservice (aws)
abgewickelt. Die klassischen Kategorien wie Engineering, Business,
Science und Design werden durch die Unterstützung der Sponsorpartner
Raiffeisen Klimaschutz Initiative, T-Systems Austria und Saturn um
die Themen Sustainability, idea.goes.app und tech&society ergänzt.
Jugend Innovativ ermöglicht jungen Menschen im Alter von 15 bis 20
Jahren ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und
der Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden neue Chancen für die
zukünftige Laufbahn der Schülerinnen und Schüler gebildet
Gleichzeitig wird die Innovationskraft und der Ideenreichtum
junger Talente und Nachwuchsforscherinnen und - forscher gefördert
und ans Tageslicht gebracht. Bisher haben 6.000 Projekt-Teams bei
Jugend Innovativ teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe
von 1,4 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten. Weitere
Informationen über den Wettbewerb, die Siegerprojekte sowie Fotos der
aktuellen Gewinnerinnen und Gewinner sind im Internet unter
www.jugendinnovativ.at abrufbar.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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