- 24.05.2013, 13:23:19
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Greenpeace: Vorübergehendes EU-Teilverbot von Bienenkillern erster Schritt
Weitere ambitionierte Maßnahmen müssen auch auf nationaler Ebene folgen
Utl.: Weitere ambitionierte Maßnahmen müssen auch auf nationaler
Ebene folgen =
Wien (OTS) - Die Europäische Kommission hat heute, wie angekündigt,
vorübergehende teilweise Verbote von drei bienengefährlichen
Pestiziden erlassen. Diese Beschränkungen betreffen die
Neonicotinoide Imidachloprid, Thiamethoxam und Chlotianidin und
sollen ab Dezember 2013 in Kraft treten.
"Das EU-weite Teilverbot ist ein erster wichtiger Schritt, aber bei
weitem nicht ausreichend um unsere Bienen und unsere Landwirtschaft
dauerhaft zu schützen", so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei
Greenpeace: "Das EU-Verbot betrifft nicht alle Pflanzen - zum
Beispiel ist die Anwendung auf Wintergetreide weiterhin erlaubt.
Diese Pestizide müssten aber für alle Anwendungen verboten werden.
Wir brauchen also dringend ein vollständiges, nationales Verbot der
drei Bienenkiller, das über das auf EU-Ebene hinausgeht."
Greenpeace hat noch vier weitere Pestizide identifiziert, für die
laut Wissenschaft inakzeptable Risiken für Bienen bestehen und die
daher europaweit von den Feldern verbannt werden müssen: Fipronil,
Cypermethrin, Deltamethrin und Chlorpyrifos.
"Die Abgeordneten im österreichischen Parlament sind jetzt
aufgerufen, ihren Worten zum Bienenschutz auch Taten folgen zu lassen
und ein vollständiges Verbot der drei Bienenkiller-Pestizide zu
beschließen. Für ein solches Verbot hat sich ja auch Bundeskanzler
Faymann bereits ausgesprochen. Österreich muss endlich Vorreiter im
Bienenschutz werden. Nur mit einem grundlegenden Wandel der
Landwirtschaft hin zu bienenfreundlichen, biologischen
Landwirtschaftsformen werden wir das Bienensterben wirksam beenden
können."
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Greenpeace-Report -
http://bienenschutz.at/report/
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